Gerberding, Heiderose

Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass auch in Deutschland Kulturmanagement zunehmend vor der Herausforderung steht, sich von rein betriebswirtschaftlichem Haushalten und bloßem Erhalten existierender und etablierter Kultureinrichtungen zu einem breiteren Spektrum an Aufgaben und Ansätzen entwickeln zu müssen, kann nach Auffassung der Autorin die Resonanztheorie Hartmut Rosas wertvolle Impulse liefern, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann. Das Spektrum aktueller Aufgaben ist nicht zuletzt verursacht durch die demografische Entwicklung, den digitalen Wandel und die gesellschaftspolitischen Herausforderungen einer zunehmend diversen Bevölkerungsstruktur.

Hackenbroich, Tanja

Als Reaktion auf das Ankommen tausender Menschen aus Syrien nach Deutschland hießen zahlreiche Sportgruppen in Deutschland seit dem Sommer 2015 Geflüchtete willkommen. Trotz der großen Bereitschaft, Sportangebote an die Bedürfnisse der Geflüchteten anzupassen, besteht jedoch bis heute keine konkrete Vorstellung von dem syrischen Sportsystem, dem alltäglichen Sporttreiben der Geflüchteten in ihrem Heimatland oder den spezifischen Bedürfnissen im neuen Sportumfeld. Vor allem ist gänzlich unbekannt, ob die kritischen Lebensereignisse „Krieg“ und „Flucht“ das Sportengagement der geflüchteten Syrer eventuell grundlegend verändert haben.

Hartkopf, Prema

Since the world is witnessing the largest number of displaced people seeking shelter from conflict, persecution, or economic deprivation in neighbouring regions and countries of the ‘Global North’, large-scale funds have been set up to address the ‘root causes’ of irregular migration. Thereby, policy-makers and donors envisage that by fostering economic, socio-political and security-related conditions in the countries of origin, a reduction of the pressure of South-North migration flows will follow. The existing academic literature has begun only recently to systematically study the relationship between development aid and migration, both theoretically and empirically, and at best has achieved contradicting results.

Hobmeier, Stephanie Christina

Gegenwart und Zukunft sind gezeichnet durch mannigfache ökologische und gesellschaft­liche Herausforderungen – Wachstum, Hyperkonsum und exzessiver Naturverbrauch zeich­nen unsere »zukunftsvergessene« (1) expansive Moderne. Ein Modell, das auf einem endlichen Planeten nicht auf unendliche Zeit funktionieren kann. Dabei befindet sich das konventionelle Design in der problematischen Rolle eines Katalysators und Beschleunigers dieses nicht nach­haltigen Systems. Zugleich wird der gestalterischen Herangehensweise in der Bearbeitung dieser komplexen Problemstellungen von Seiten der Wissenschaft und Politik immer mehr Be­achtung zuteil.

Kläger, Annika

Dass es nachhaltigen Veränderungen und Entwicklungen bedarf, ist spätestens seit den spürbaren Auswirkungen des Klimawandels und dem Ressourcenmangel ein Faktum. Dabei reicht es aber nicht mit dem Begriff der Nachhaltigkeit um sich zu werfen. Tatsächlich ist ein fundiertes Wissen über nachhaltige Entwicklungen (NE) nötig, um Menschen zu Verhaltensänderungen und Handlungen zu befähigen. NE zielt auf eine mehr oder weniger grundlegende Korrektur am bisherigen Modell industrieller Entwicklung und wirtschaftlichen  Wachstums ab und kann auch als eine Änderung der Denkmuster und Blickwinkel bezeichnet werden.

Koch, Sebastian

Zugewanderte, also im Ausland geborene Personen, sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Durchschnitt weniger erfolgreich als Einheimische. Selbst wenn man Faktoren wie Alter, Bildungsabschluss und Arbeitserfahrung berücksichtigt, sind ihre Einkommen niedriger  (Pischke 1992, Dustmann 1993). Zudem sind Zugewanderte in Deutschland mit geringerer Wahrscheinlichkeit erwerbstätig und mit höherer Wahrscheinlichkeit arbeitslos (OECD 2018). Die ökonomische Forschung hat verschiedene Erklärungsansätze für das schlechtere Abschneiden von Zugewanderten auf dem Arbeitsmarkt diskutiert, darunter insbesondere fehlende Sprachkenntnisse (Chiswick und Miller 1995) und Diskriminierung (Bertrand und Mullainathan 2004).

Koller, Cornelia

Mit zunehmender Globalisierung wächst auch die Bedeutung der Internationalisierung und Mobilität an europäischen Hochschulen. Eine besondere Rolle nehmen dabei die International Offices der Bildungseinrichtungen ein. Doch worin unterscheiden sich diese hinsichtlich ihres Aufbaus, ihrer Aufgaben sowie ihrer Serviceleistungen für Studierende und Mitarbeiter voneinander; und was eint sie? Im Rahmen einer Forschungsreise an eine deutsche (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), eine finnische (Universität Tampere), eine französische (ISIT) und eine schottische Hochschule (Heriot-Watt-Universität) wurde diesen Fragen nachgegangen.

Lam, Jennifer

Das Erkennen, Akzeptieren und Interagieren mit der Vielfalt nebeneinander bestehender Kulturen bedarf oftmals eines größeren Aufwands, Verständnis und einigem Bemühen. Kulturdifferenzen können Ursache von zwischenmenschlichen Kommunikationsbarrieren, Diskriminierung und Konflikten werden. Doch das Respektieren von Unterschieden zwischen Kulturen kann Menschen anregen, Wertungen zu meiden und auf einer Metaebene über Situationen zu sprechen. Ein Austausch der Kulturen bereichert nicht nur den eigenen Horizont, sondern erweitert die eigene Handlungskompetenz, mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen angemessen umgehen und zusammenarbeiten zu können.

Lutsch, Claudia

Die globalen Herausforderungen unserer Zeit, allen voran der Klimawandel, erfordern einen grundlegenden Perspektivenwechsel sowie eine tiefgreifende Veränderung unserer bisherigen Verhaltensmuster im Sinne eines nachhaltigen Denkens und Handelns. Bereits 1992  wurde mit der auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung verabschiedeten Agenda 21 der Bildung eine Schlüsselrolle für die Umsetzung einer solchen nachhaltigen Entwicklung zugesprochen.

Michaelis, Anna

2015 veröffentlichte Greenpeace ein Nachhaltigkeitsbarometer, das zeigt, dass vor allem junge Menschen nachhaltige Entwicklung breit befürworten. Darin wird deutlich, dass die jüngeren Generationen nachhaltige Entwicklung und die dazugehörigen Werte wie soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften kaum mehr infrage stellen (vgl. Greenpeace, 2016, S.2f). Eine andere wichtige Erkenntnis aus der Studie ist, dass sich Jugendliche, die sich in der Schule mit nachhaltigen Themen auseinandergesetzt haben, häufiger für eine nachhaltige Entwicklung engagieren.

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