Robinson, Jennifer-Louise

Seit dem Sommer der Migration 2015 sind die Themen Flucht, Migration und Integration in aller Munde – in Gesellschaft, Politik, Medien, aber auch in der Forschung. Insbesondere wird über irreguläre oder illegalisierte Migration gesprochen. Der Blick ruht dabei vor allem auf den Gründen für Flucht und Migration und auf der Integration am Ankunftsort. Was aber dazwischen – auf der Reise – geschieht, bleibt bisher weitestgehend ignoriert (vgl. Düvell et al. 2018: 6f., Geeldoon 2016: 12). Düvell et al. sprechen von einer „tendency to neglect the ‚in between‘“ (Düvell et al. 2018: 7). In meiner Masterarbeit schaue ich auf genau dieses Dazwischen und stelle die Erfahrungswelten und Perspektiven individueller Menschen in den Vordergrund.

Schächtele, Jasmin

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit integrative Sportangebote den Spracherwerb bei Kindern unterstützen, die Deutsch als Zweitsprache lernen. Mittels Video- und Tonbandaufnahmen wurden die Gesprächskreise in zwei Sportgruppen erfasst und aus der Perspektive von Michael Longs „Interaktionshypothese“ (1996) auf spracherwerbsförderliche Muster hin untersucht. Die Analyse der Anfangs- und Schlussrunden in den Angeboten hat ergeben, dass besonders der Anfangskreis genutzt werden kann, um zum Spracherwerb beizutragen, da es in diesem Rahmen viele Möglichkeiten für interaktive Sprachhandlungen gibt.

Spieß, Carina Jeanette

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Auf einer kleinen, schmelzenden Eisplatte inmitten der Arktis sitzt ein abgemagerter, offensichtlich hungriger und einsamer Eisbär. Dieses Bild kann wohl als das „globale Symbol des Klimawandels“ bezeichnet werden (vgl. Bachelorarbeit, S. 3).
Ob Print- oder Onlinemedien, seit Beginn der medialen Berichterstattung über den Klimawandel vor über 30 Jahren scheinen hier krisenhafte, dystopische Szenarien im Fokus zu stehen. Obwohl seit mehreren Jahrzehnten über die Erwärmung des Klimas berichtet wird und Bildungsarbeit in diesem Zusammenhang erfolgt, besteht gesellschaftlich dennoch eine Diskrepanz zwischen Wissen um den Klimawandel auf der einen Seite und nachhaltigem, transformativem Handeln auf der anderen Seite.

Ülgüt, Rojda

Weltweit befinden sich etwa 68 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Konflikten, Verfolgung und Terror (UNHCR, 2017). Besonders vulnerable Gruppen wie geflüchtete Personen müssen im Migrationsprozess eine enorme Anpassungsleistung darlegen, welche zu einem schlechteren Gesundheitszustand führen können (Borde & Blümel, 2011, S. 256f; Spallek & Razum, 2007, S. 452). Im Rahmen der Gesundheitsförderung ist es deshalb wichtig, das Gesundheitsbewusstsein herauszubilden und mit dem Ziel das Gesundheitshandeln positiv zu beeinflussen und zu stärken. Die Gesundheit von Geflüchteten ist deshalb in besonderem Maße von zielgruppenspezifischen Angeboten abhängig (Yun, Hebrank & Graber, 2012, zitiert nach Bozorgmehr et al., 2016, S. 599).

Westphal, Julia

In einer Zeit, in der immer noch viele deutsche Missionsgesellschaften im togoischen Bildungswesen aktiv sind, muss dringend eine Aufarbeitung missionarischer Schularbeit stattfinden. Eine besondere Rolle in diesem Zusammenhang spielen deutsche Kirchenträger, die während der Kolonialzeit viele Schulen in Togo aufgebaut haben und dadurch bildungspolitische Absichten verfolgt, pädagogische Institutionen geschaffen und Bildungsprozesse initiiert oder verhindert haben. Dabei darf nicht vergessen werden, dass viele der aktuellen Herausforderungen im Bildungsbereich in Togo, die unter dem Aspekt nationalen Versagens diskutiert werden, erst durch Missionsgesellschaften und Kolonialregime im Land aufkamen.

Wied, Anna

Die vorliegende Examensarbeit befasst sich hermeneutisch-interpretativ mit dem Konzept der „Gesundheitsfördernden Schule“ und legt den Schwerpunkt auf den Zertifizierungsprozess im Bundesland Hessen. Ziel der Arbeit ist die Untersuchung der Eignung des Konzepts für Schulen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

Adam, Laura

Im Frühjahr 2015 begann ich als studentische Hilfskraft im Unterkunftsmanagement einer Hamburger Erstaufnahme (EA) zu arbeiten, zu der Zeit als Berichte über s.g. „Flüchtlingswellen“, welche über die Balkan-Route nach Deutschland kamen, die Medien über Monate dominierten. Die EAs bildeten eine deutschlandweite Maßnahme der Bundesregierung, um für eine effektive Registrierung der Asylsuchenden zu sorgen sowie Unterkunft und grundlegende soziale Dienstleistungen während des Asylprozesses zur Verfügung zu stellen.

Aicher, Helga

Bildung soll den mentalen Wandel für die Integration der Idee der nachhaltigen Entwicklung initiieren: Im Herbst 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung. Bestandteil dieser Ziele ist eine weltweite Bildungsagenda unter der Leitung der UNESCO: der "Aktionsrahmen für Bildung 2016-2030". Diese Agenda 2030 wird auf deutscher Ebene zurzeit in das fünfjährige "Unesco-Weltaktionprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015 bis 2019" übersetzt (BNE-Portal 2017).

Arnold, Marie-Therese

Die Masterarbeit verfolgt zwei Ziele: Zum einen will sie herausfinden, welches Verständnis Kommunen von Bildung für nachhaltige Entwicklung auf ihren Internetseiten und in offiziellen Berichten zeigen. Zum anderen will sie analysieren, ob sich in diesem Verständnis auch ein Bewusstsein für Generationengerechtigkeit findet und wenn ja, welche Form von Generationengerechtigkeit angesprochen wird.

Bach, Miriam; Preuss, John-Martin

Unsere gemeinsam verfasste Masterarbeit ist eine Abhandlung über das soziale, kulturelle und politische Solizentrum in Lübeck. Dieses entstand im Kontext des „langen Sommers der Migration“ 2015 und versteht sich als Teil einer solidarischen, die Flucht*Migration unterstützenden Bewegung. Angefangen vornehmlich mit der direkten Unterstützung des Transits von Lübeck nach Skandinavien, wandelt sich das Solizentrum seit der Restabilisierung des Europäischen Migrations- und Grenzregimes im Winter 2015/2016 zu einem Freiraum, in dem sich Menschen mit und ohne Flucht*Migrationserfahrungen treffen und auf vielfältigste Weise für das Recht auf Bewegungsfreiheit einsetzen sowie das gemeinsame Ankommen und Miteinander leben.

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