Kluin, Michaela

Die jüngsten Ergebnisse der PISA-Studie zeigen, dass der Bildungserfolg in Deutschland deutlich mit dem sozioökonomischen Status eines Kindes verknüpft ist. Die  Sustainable Development Goals (SDG), die 2015 von den Mitgliedsstaaten der UN verabschiedet wurden, fordern jedoch Chancengleichheit und definieren Bildung als ein Menschenrecht, das jedem zugänglich gemacht werden muss. Dabei fassen sie Bildung nicht nur als reine Wissensvermittlung auf, sondern als Entwicklung der gesamten Persönlichkeit.

Kühnl, Hans

In der Arbeit wird die Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE) speziell für EntscheidungsträgerInnen als Hebel für eine Nachhaltige Entwicklung identifiziert. Ausgehend von der zeitlichen Dringlichkeit einer globalen Emissionsreduktion, wie sie in den aktuellsten Veröffentlichungen des IPCC wiederholt angemahnt wird, wird die Forderung aufgestellt, mit einer Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE) nicht nur die Entscheidungsträger von morgen (Schulische BNE), sondern auch die Entscheidungsträger von heute zu adressieren.

Lange, Valerian

Bildung für nachhaltig Entwicklung, kurz BNE, wird mittlerweile mehr und mehr „[…] als Schlüsselfaktor für eine nachhaltige Entwicklung anerkannt“ (DUK 2014, S. 9) und ist als solcher auch in das Unterziel 4.7 der Sustainable Development Goals der Agenda 2030 eingeflossen (vgl. UN 2015, S. 21). Auf nationaler und internationaler Ebene wird also die Relevanz einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zur Förderung einer solchen Entwicklung zunehmend anerkannt und berücksichtigt. Zur Umsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung gibt es jedoch eine Vielzahl von Ansätzen, Möglichkeiten und verwandten Bildungsdiskursen, beispielsweise das Globale Lernen oder die Umweltbildung, welche einen unterschiedlich großen Forschungsbedarf aufweisen.

Martin, Franziska

Als historische, gegenwärtige und zukünftige Realität, die auch die kommenden Jahrzehnte in besonderem Maße bestimmen wird, ist es notwendig, dass Schülerinnen und Schüler (SuS) ein komplexes, vielschichtiges und multiperspektives Verständnis globaler (Zwangs)migration entwickeln, das über die Gegenwart hinaus auch in die Vergangenheit und Zukunft reicht. In gesellschaftlichen Diskursen nehmen wir jedoch aktuell vielmals verklärte Erzählungen von homogenen Nationen, dehumanisierende Sprache gegenüber Menschen auf der Flucht sowie eine Fokussierung auf kurzfristige Symptombehandlung anstatt langfristiger Ursachenbekämpfung wahr.

Martin, Valeska

Kein weiteres Thema war 2015 in der medialen Berichterstattung so präsent wie die Aufbereitung von Migration und Flucht. Es entstand das Narrativ einer überforderten Bundesrepublik, die von einer gefährlichen Welle von Geflüchteten überrollt werde. Dies führte zu kontroversen Debatten in der deutschen Gesellschaft, die sich von Rassismus, Gewalt und Angst bis zu einer solidarischen Willkommenskultur erstreckten. Geflüchtete und ihre Geschichten wurden zu einem Teil des deutschen kulturellen Gedächtnisses und somit auch wichtiger Bestandteil künstlerischer Aufarbeitung, wie beispielsweise von dokumentarischen Filmen. Sie sind neben Nachrichtensendungen eine der wichtigsten Informationsquellen für gesellschaftsrelevante Diskurse.

Mohrs, Caroline

In meiner wissenschaftlichen Hausarbeit im Schwerpunktbereich „Familie, Soziales, Lebenslagen“, beschäftige ich mich mit den in Deutschland im Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) geregelten Sozialleistungen für bedürftige AsylbewerberInnen und kurz- oder langfristig geduldete Personen ohne sicheren Aufenthaltsstatus. Grundsätzlich stelle ich fest, dass sich die Leistungen nach dem AsylbLG für Lebensunterhalt, Unterkunft, Gesundheit, Körperpflege und Bildung von den wesentlich höheren Leistungen für deutsche Staatsangehörige, EU-BürgerInnen und Personen mit anderen Aufenthaltstiteln nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) unterscheiden. Dabei kritisiere ich insbesondere, dass die Sanktionen, also die im AsylbLG vorgesehenen Leistungskürzungen, dazu führen, dass das vom Bundesverfassungsgericht in einem Grundsatzurteil als menschenwürdiges Existenzminimum festgelegte Leistungsniveau, das dem des SGB II entspricht, unterschritten wird.

Müssemann, Hannah

In der ohnehin geringen Forschung zum Exil in ehemaligen Ostblockstaaten wird selten auf individuelle Lebenserfahrungen eingegangen. Die DDR als Exilland für politisch Verfolgte Chilen*innen wurde bisher kaum untersucht. Durch die Regierung Salvador Allendes und die Ideologie des Sozialismus standen sich Chile und die DDR politisch nah. Nach dem Militärputsch durch Augusto Pinochet in Chile 1973 war die DDR eines der ersten Länder, welche jegliche diplomatischen Beziehungen zu Chile abbrach und damit die Diktatur in Chile aufs schärfste verurteilte. Die DDR gewährte daraufhin ca. 2000 (ausgewählten) Chilen*innen politisches Asyl.

Mustelin, Katinka

Eine nachhaltige Entwicklung muss flächendeckend in gesellschaftliche Prozesse eingebunden werden. Hochschulen stehen in der Verantwortung als gesellschaftliche Akteure für Bildung und Forschung die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse zu lehren, die dazu befähigen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu handeln. Am Beispiel von drei Projekten, die im Studiengang Ökotrophologie der HAW Hamburg durchgeführt wurden, werden im Rahmen dieser Arbeit praktische Herangehensweisen an diese Projekte, sowie Handlungsempfehlungen für deren Umsetzung formuliert. Die Entstehung und Implementierung eines Food-Fair-Teilers, die Planung und Durchführung einer Nachhaltigkeitswoche, sowie die Entwicklung eines hochschuleigenen Gemüseackers werden erläutert und evaluiert.

Pfliegel, Christian

„Sie war drauf und dran, der neue Star des Öko-Business zu werden. Doch jetzt ist Nora Grün, Geschäftsführerin des Start-ups Smart’n’Fair, wie es scheint, über Nacht verschwunden. Die 28-Jährige verfolgte seit Jahren zusammen mit ihrem Team und unzähligen UnterstützerInnen die Idee, ein möglichst fair hergestelltes Smartphone auf den Markt zu bringen“ … so beginnt die Einleitungsgeschichte der Lehrveranstaltung, die ich in meiner Masterarbeit im Studiengang eEducation – Bildung und Medien an der FernUniversität in Hagen konzipiert und implementiert habe.

Reihle, Carla

In 2015 the United Nations agreed on seventeen goals (SDG) ensuring a sustainable development of all countries by the year 2030. In order to leave no one behind, economic, ecological and social factors are united in these goals and thus creating a sustainable future. To ensure the success of the agenda, developing countries, emerging economies and industrialized nations must all work together. Therefore, the Federal Ministry of Economic Cooperation and Development (BMZ) commissions the Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) to support selected partner countries in their implementation of the Agenda 2030.

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