Published Date: 
19.04.2017

(WUS/19.04.2017) Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, war nicht nur ein Europapolitiker sondern hat auch entscheidende Weichen zur bundesdeutschen Entwicklungspolitik gestellt.

Gemeinsam mit Bundespräsident Heinrich Lübke und Entwicklungsminister Walter Scheel hob Konrad Adenauer mit dem amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy und dem Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee (AKLHÜ) am 24. Juni 1963 den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) aus der Taufe. Das Motto war "Lernen und Helfen in Übersee".

Angelockt durch den damaligen Werbe-Slogan des DED, "Nüchterne Abenteurer gesucht", reisten im August 1964 die ersten 14 Freiwilligen nach Tansania. Weitere Länder wie Libyen, Afghanistan, Indien, Ghana, Bolivien und Nepal folgten sowie bis heute über 30.000 Entwicklungshelferinnen und –helfer. 

Konrad Adenauer war es auch, der nicht nur 1961 die Gründung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) verantwortete und mit Walter Scheel den ersten BMZ-Minister berief. Ebenso begründete Adenauer die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit der Evangelischen und Katholischen Kirche, die seit 1961 besteht.

„Konrad Adenauer war für die bundesdeutsche Entwicklungspolitik ein Weichensteller“ so Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des WUS. „Um den heutigen Zielen für eine nachhaltige Entwicklung, den Sustainable Development Goals (SDGs) gerecht zu werden, sollten auch jetzt wieder mutige Weichensteller da sein, die aus der klassischen Entwicklungspolitik den Schritt zu einer globalen nachhaltigen Entwicklung wagen und die hierfür notwendigen strukturellen und materiellen Voraussetzungen seitens des Bundes bereitstellen“, so Ghawami.

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Für Rückfragen steht Ihnen Herr Dr. Kambiz Ghawami (ghawami@wusgermany.de; Tel.: 0611/446648) zur Verfügung.