Published Date: 
15.03.2019

Klimawandel im Unterricht mit dem Portal Globales Lernen

„Ich unterstütze sehr, dass Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen und dafür kämpfen“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Videopodcast vom 02. März. Sie bezieht sich auf die weltweiten Freitagsdemonstrationen von Schülerinnen und Schülern, ausgelöst durch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg.

Das Portal Globales Lernen (www.globaleslernen.de), die zentrale Anlaufstelle für Lehrkräfte und Multiplikator/-innen zum Thema nachhaltige Entwicklung, stellt die neue Rubrik Fokus: Fridays for Future vor. Interessierte finden hier Bildungsmaterialien, die Ursachen, konkrete Folgen und Auswirkungen des Klimawandels behandeln. Weiterhin werden Initiativen, Aktionen und (Fort-)Bildungsmöglichkeiten vorgestellt, die zum Mitmachen anregen und eigene Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

„Die Freitagsdemonstrationen zeigen deutlich, dass Schülerinnen und Schüler sich mit ihrer Zukunft beschäftigen und dies auch im Unterricht behandelt haben wollen. Klimapolitik, Zukunftsgestaltung, all dies sind Themen des Globalen Lernens und hierfür bietet das Portal Globales Lernen Materialien zur konkreten Umsetzung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich ‚Globale Entwicklung‘ der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in der Schule“, so Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des World University Service (WUS).

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Schülerproteste für mehr Klimaschutz ausdrücklich begrüßt. Viele der Erwachsenen hätten noch nicht gemerkt, „dass es fünf vor zwölf ist“, sagte Steinmeier am Freitag, den 08. März 2019, in Neumünster zu Schüler/-innen einer „Fridays For Future“-Mahnwache vor dem Rathaus. Es war das erste Mal, dass sich der Bundespräsident zu den Freitagsdemos äußerte.

Es gehe nicht nur um den Schutz des Klimas, sondern auch um den Schutz der Weltmeere, sagte Steinmeier. Er verwies auf seine Eindrücke vor zwei Wochen bei seinem Besuch der Galapagosinseln. Dort trieben Berge von Plastikmüll im Wasser, der zu 90 Prozent von anderen Ländern und Kontinenten stamme. „Deshalb ist es so wichtig, dass ihr euch zu diesem Thema meldet und immer darauf aufmerksam macht, dass wir was tun. Wir brauchen junge Menschen wie euch, die sich einmischen.“

Es gebe deutschlandweit viele, die sich derzeit engagierten, würdigte das Staatsoberhaupt. Manche kämpften für Klima und Umwelt, manche gegen Rassismus, manche für die Demokratie und manch andere – „das wird auch immer wichtiger“ – für Anstand im Netz. „Ich freue mich jedenfalls, dass ihr euch einsetzt und dass ihr anders seid als diejenigen, die immer nur sagen ‚man kann ja sowieso nichts tun‘ – man kann etwas tun.“

Die junge schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg habe dies gezeigt. „Ihr seid wahrscheinlich angesteckt durch dieses Engagement, sodass wir uns eigentlich nur herzlich bedanken können, euch ermutigen, das weiter zu tun – innerhalb der Schule natürlich als Thema im Schulunterricht und natürlich auch außerhalb der Schulzeit“, so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
 

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