Published Date: 
08.06.2020

(Juni 2020) Das Baden-Württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst stellt in den nächsten zwei Jahren 3,25 Millionen Euro für die weitere Aufarbeitung der Kolonialgeschichte zur Verfügung. Eine Million Euro stehen für die Förderung der Provenienzforschung und 2,25 Millionen Euro für die Namibia-Initiative des Landes zur Verfügung. Somit erkennt das Land das zur Zeit des Kolonialismus geschehene Unrecht an und übernimmt die historische Verantwortung. Dabei soll es um mehr als nur Rückgaben gehen. Vielmehr soll eine Gesamtstrategie zum Umgang mit kolonialem Erbe entstehen, an deren Erarbeitung Museen, Hochschulen und Archive beteiligt sein werden. Gerade für die Namibia-Initiative des Landes stellt der Austausch zwischen den verschiedenen Bereichen eine wichtige Entwicklung dar. Die Initiative widmet sich der historischen Aufarbeitung der Kolonialzeit und deren Vermittlung im Schulunterricht. Außerdem befasst sie sich mit dem Umgang mit musealen Sammlungsgegenständen, mit Kolonialismus in der Literatur, und der Perspektive zeitgenössischer Kunst auf das koloniale Erbe. Die Gelder zur Förderung der Provenienzforschung werden dazu eingesetzt, die Herkunfts- und Erwerbsgeschichte der Bestände von Kulturinstitutionen zu ermitteln. Weitere Informationen sind unter „Kunst und Kultur“ auf der Website des Ministeriums zu finden.

Info: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MwK), Königstr. 46, 70173 Stuttgart, Tel. 0711 279-3080, presse[at]mwk.bwl.de, mwk.baden-wuerttemberg.de