Published Date: 
11.11.2019

(November 2019) Am 16. Oktober 2019 haben sich auf turnusmäßige Einladung der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, die Staatsministerin im Auswärtigen Amt für Internationale Kulturpolitik, die Kulturminister/-innen, die Kultursenator/-innen der Länder sowie die Vertreter/-innen der kommunalen Spitzenverbände im Bundeskanzleramt zum 11. Kulturpolitischen Spitzengespräch getroffen. Bei dem Gespräch wurde unter anderem die Einrichtung einer „Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ in Deutschland beschlossen. Damit reagiert die Staatsministerin auf die von vielen Wissenschaftler/-innen georderte Transparenz im Umgang mit Gütern aus kolonialen Kontexten. Die Kontaktstelle soll zunächst im Rahmen eines dreijährigen Pilotprojekts ab 2020 als Anlaufstelle für Personen und Institutionen aus den Herkunftsgesellschaften dienen, um ihnen den Zugang zu Informationen über Sammlungsgut und den damit zusammenhängenden Themenbereich zu erleichtern. Darüber hinaus sollen Anfragen wie Rückgabeersuche verwaltet werden, für Personen und Institutionen gibt es das Angebot der Vernetzung. Die Kontaktstelle soll ein erster Schritt hin zu einer umfassenden Transparenz sein. Viele deutsche Museen und andere Institutionen arbeiten bereits an einer Inventarisierung und Digitalisierung all ihrer Bestände. Die Kontaktstelle wird je zur Hälfte von den Ländern und dem Bund finanziert und organisatorisch bei der Kulturstiftung der Länder angesiedelt sein.

Info: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Dorotheenstraße 84, 10117 Berlin, Tel. 030 18272-0, internetpost[at]bundesregierung.de, www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/aktuelles/kontaktstelle-wird-eingerichtet-1683666