Published Date: 
11.08.2020

(August 2020) In Namibia und anderen südafrikanischen Ländern ist die Verbuschung der Savanne ein großes ökologisches Problem. Das Gestrüpp zerstört Lebensräume für Tiere, Landwirtschaftsflächen und entzieht dem Boden Wasser. Seit vielen Jahren wird vor Ort versucht eine Verwertung des Buschholzes in Gang zu setzen. Aber die vorhandenen und jährlich nachwachsenden Mengen sind so groß, dass nur ein kleiner Teil dort sinnvoll verwertet werden kann (z. B. zur Energienutzung, als Viehfutter oder zur Holzkohleherstellung). Expert*innen sind sich einig, dass nur internationale Nachfrage und Verwertung zur Lösung dieses Umweltproblems beitragen können. Deshalb prüfen die Umweltbehörde und die Wärme Hamburg GmbH gemeinsam mit Vertreter*innen der Wissenschaft die effiziente Nutzung und Verwertung der Biomasse in Hamburg und haben dazu ein Memorandum of Understandig (MoU) unterzeichnet. Die deutsche Bundesregierung, der Staat Namibia sowie Nichtregierungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit und die Wissenschaft haben den Anstoß für die Initiative gegeben. Bei der Untersuchung wird betrachtet, wie eine verlässliche und langfristige Lieferkette zur Abnahme der Biomasse aufgebaut werden könnte. Ein Großteil der Wertschöpfung soll dabei in Namibia stattfinden und eine Teilhabe breiter Bevölkerungsteile sichergestellt sein. Neben den sozialen Aspekten wird die Ökobilanz von Produktion, Transport und Nutzung betrachtet. In Hamburg könnte die Biomasse fossile Brennstoffe in der Energieerzeugung, Industrie oder im Verkehr ablösen.

Info: Behörde für Umwelt und Energie, Pressestelle, Neuenfelder Straße 19, 21109 Hamburg, Ansprechpartner: Jan Dube, Tel. 040 42840-8006 / -2536, Jan.dube[at]bue.hamburg.de, www.hamburg.de/bue