Published Date: 
09.02.2021

(Februar 2021) Im Dezember 2020 erschien bei der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz eine neue Studie zur politischen Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund. Die Autoren Luis Caballero und Stefan Diehl geht darin der Frage nach, wieso Menschen mit Migrationshintergrund im Vergleich selten politische Partizipationsmöglichkeiten wahrnehmen. Der Anteil der Mandatsträger*innen auf allen politischen Ebenen Deutschlands bleibe weit hinter dem Bevölkerungs- bzw. Wahlbevölkerungsanteil von Migrant*innen zurück. Außerdem nutzen sie seltener ihr aktives Wahlrecht. Durch qualitative Interviews mit Migrant*innen, die kommunalpolitisch aktiv sind, wollen die Autoren deshalb herausfinden, wie eine höhere Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund auf kommunalpolitischer Ebene erzielt werden kann. Sie ziehen Schlüsse über beteiligungsfördernde und beteiligungshindernde Faktoren und zeigen konkrete Handlungsschritte für die kommunale Politik auf. Unter anderem sei eine höhere Präsenz von Menschen mit Migrationshintergrund in Verwaltung und Öffentlichkeit sowie Antidiskriminierungsmaßnahmen förderlich, während mangelnde Sprachvermittlung hindernd wirke. Die Studie kann bei der Landeszentrale als Druckausgabe bestellt werden und steht als PDF zum Download verfügbar.

Info: Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz, Tel. 06131 1629-70, lpb.zentrale[at]politische-bildung-rlp.de, www.politische-bildung-rlp.de