Die Erschließung der Meere schreitet kontinuierlich voran. Einher damit gehen Verschmutzung, Überfischung, ein steigender Bedarf an in der Tiefsee gelegenen Rohstoffe und eine zunehmende politische und ökonomische Bedeutung der Ozeane. Die 2017 von Fair Oceans konzipierte Wanderausstellung „Das Meer, die letzte Kolonie?“ nimmt die entwicklungspolitische Bedeutung der Meere in den Blick. Anhand der sechs Schwerpunktthemen Meeresgovernance, Küstenraum, Meeresschutz, Fischerei, Schifffahrt sowie Meeresressourcen  informiert die Ausstellung über die enge und weitreichende Verbindung von Meeres- und Entwicklungspolitik. Gerade  Länder des globalen Südens sind von den Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Entwicklung betroffen. Angesichts der voranschreitenden Nutzung, Industrialisierung und Ausbeutung der Meere wirft die Ausstellung die Frage auf, ob die Meere zur letzten Kolonie geworden sind. Derzeit wird die Ausstellung aktualisiert. Sie wird ab Februar 2020 im Nationalparkhaus Watt-Welten auf Norderney zu sehen sein. Da die Ausstellung als Wanderausstellung konzipiert ist, kann sie angefordert und kostenfrei genutzt werden.

Info: Verein für Internationalismus und Kommunikation e.V., Bernhardstraße 12, 2803 Bremen, Ansprechpartnerin: Christiane Föllinger, Tel. 01520 1928866, christiane.foellinger[at]fair-oceans.info, www.fair-oceans.info