Published Date: 
28.11.2018

(GEW 2011) Das Bildungslabor Lateinamerika sucht nach Schulklassen und Jugendgruppen, die Interesse haben, nach den Herbstferien unser neues Workshop-Programm zum Thema "Was sind schon zwei Grad mehr?! Klimawandel und Umweltkonflikte in Lateinamerika" auszuprobieren und durch ihr Feedback, die Verbesserung der Methoden zu ermöglichen.

Was sind schon zwei Grad mehr?!
Klimawandel und Umweltkonflikte in Lateinamerika
 
Für viele Menschen in Lateinamerika ist der Klimawandel schon heute eine existentielle Bedrohung. Es kommt zu einer Zunahme von Wetterextremen, schweren Stürmen, Dürren und Überschwemmungen. Die Landbevölkerung ist auf den Zugang zu natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser oder Wald angewiesen. Sie hat nicht die notwendigen Mittel, um wirksame und notwendige Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Millionen Menschen werden durch klimatische Veränderungen von ihrem Land vertrieben und verlieren ihre Lebensgrundlage. Die Folgen sind zunehmende Armut, Hunger und gewaltsame Umweltkonflikte. Doch es ist nicht nur der Klimawandel, es ist die Art und Weise, wie die Welt wirtschaftet und die das ökologische und soziale Gleichgewicht und die Lebensgrundlage vieler Menschen gefährdet. Sei es die Durchsetzung von infrastrukturellen Megaprojekten, die Energiegewinnung durch Atomkraft, Staudämme oder Erdöl, die monokulturelle Plantagenwirtschaft oder die Produktion für unseren ganz alltäglichen Konsum: Das Nebenprodukt für wirtschaftlichen Erfolg, so scheint es, ist die Zerstörung der Umwelt...
 
In unserem Workshop-Programm werden verschiedene Aspekte von Klimawandel und Umweltkonflikten in Lateinamerika mit ihren globalen Wechselwirkungen zum Gegenstand der Auseinandersetzung gemacht. Das Programm umfasst sechs verschiedene Themenbausteine, die unabhängig voneinander ausgewählt und erprobt werden. Die Schüler_innen erfahren anhand konkreter Länder- und Themenbeispiele und mittels aktivierender, partizipativer Methoden, welche Auswirkungen Umweltkonflikte und Klimawandel schon heute in verschiedenen Ländern Lateinamerikas haben.

Wir suchen:
Wir suchen Schulklassen der Sek. I (ab Klassenstufe 9) und der Sek. II, Berufsschulklassen und Jugendgruppen ab 16 Jahren, die unser Workshop-Programm testen möchten. Die Methoden und das Programm des Bildungslabor Lateinamerika orientieren sich an dem Orientierungsrahmen für den Lernbereich globale Entwicklung, der von der Kultusministerkonferenz und dem BMZ herausgegeben wurde. Inhaltliche Anknüpfungspunkte bieten sich für die Fächer Politik, Geografie, Wirtschaft, Gemeinschaftskunde oder in Religion/Ethik. Das Programm eignet sich aber auch für Schüler_innen-AGs oder Projekttage.

Interesse? Dann jetzt einen Termin verabreden!
Wenn Sie mit Ihrer Schulklasse oder Jugendgruppe an einer Teilnahme interessiert sind, schicken Sie uns zunächst per Email eine unverbindliche Anfrage. Teilen Sie uns alle wichtigen Informationen über Ihre Gruppe mit (z.B.: 11. Klasse, Spanisch, 22 Schüler_innen, Gymnasium in Wuppertal-Barmen) sowie Ihren Terminwunsch im Durchführungszeitraum und die möglichen Zeiten. Für die Durchführung eines Lernbausteins benötigen wir mindestens 90 Minuten und idealerweise vier Unterrichtsstunden.
 
Wir führen das Angebot nach den Herbstferien im Zeitraum vom 07. - 30. November durch. Da wir in mehreren Teams parallel arbeiten, nennen Sie uns einfach Ihren Wunschtermin und einen möglichen Ausweichtermin. Sobald Sie Ihre Anfrage gesendet haben, werden wir Kontakt mit Ihnen aufnehmen, um alle Details mit Ihnen zu besprechen. Unser Team (in der Regel zwei Teamer_innen) kommt am vereinbarten Termin mit dem benötigten Arbeitsmaterial und der erforderlichen Technik zu Ihnen, um einen Workshop aus dem Themenspektrum durchzuführen. Sie stellen für die Durchführung einen geeigneten Seminar- oder Klassenraum zur Verfügung.

Welche Themen stehen zur Auswahl?
Die Themen sind:

  1. Klimawandel als Nord-Süd-Konflikt – Verursachende, Betroffene und die Frage nach Gerechtigkeit
  2. Umweltschutz von der Tankstelle? Eine globale Perspektive auf Energie aus nachwachsenden Rohstoffen
  3. Der Belo Monte-Staudamm: Konflikte um Energieversorgung und Ressourcenausbeutung in Brasilien
  4. Atomkraftwerke am Amazonas?
  5. Klimakiller Cheeseburger! Fleischkonsum, Soja-Plantagen und die sozialen und ökologischen Folgen
  6. Alternativen zur Zerstörung der Umwelt – Projekte aus Lateinamerika zur Klimawandel-Prävention

Welche Kosten entstehen?
Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ und der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW finanziert. Dadurch ist die Teilnahme für alle Gruppen komplett kostenfrei.

Kontakt: Das Bildungslabor Lateinamerika ist die Lern- und Methodenwerkstatt im Informationsbüro Nicaragua e. V., Deweerthstr. 8, 42107 Wuppertal, Tel. 0202 300030, info[at]informationsbuero-nicaragua.org, https://www.infobuero-nicaragua.org/