Published Date: 
23.11.2018

Projektbeitrag: GEW 2005

Landminen – Leben inmitten der Gefahr

Veranstalter:
Handicap International

Titel:
Landminen – Leben inmitten der Gefahr
Unter dem Schwerpunkt: Bildung als Schutz vor Landminen für Mädchen und Frauen

Veranstaltungsart:

- 90-minütige Unterrichtseinheit

- Erweitertes Modul von 2 – 3 Zeitstunden

- Projekttag

Das Thema ist sehr gut in Unterrichtsfächer, wie z. B. Erdkunde, Ethik, Geschichte, Pädagogik, Politik, Religion und Sozialkunde einzubinden. Interessierte LehrerInnen oder GruppenleiterInnen haben die Möglichkeit, Anregungen und Wünsche im Vorfeld in das Projekt einzubauen.

Ort:
Bundesweit
Um Fahrtkosten zu minimieren, wäre es ideal, wenn an einer Schule (oder in der näheren Umgebung) mehrere Veranstaltungen stattfinden würden.

Zeit:
u. a. im November 2005

Beschreibung:

In derzeit mehr als 80 Staaten und Nachkriegsregionen sind Menschen einer permanenten Bedrohung und Umweltzerstörung durch bis zu 110 Millionen verlegter Landminen und unzähliger Bombenreste ausgesetzt. Statistisch berechnet geschieht alle 30 Minuten ein Minenunfall. Bei jedem vierten Unfall ist das Opfer ein Kind. Viele der Unfälle geschehen durch Unkenntnis oder kindliche Neugier. Kinder, die in verminten Gebieten aufwachsen, können nicht mehr "begreifen". Dies fällt nicht nur bei der individuellen Entwicklung, sondern auch bei der Entwicklung ganzer Nationen ins Gewicht.

Auch Frauen sind durch ihre Arbeit auf Feldern, Bergen, Wäldern besonders häufig betroffen. In vielen Ländern sind Frauen nicht gleichberechtigt und weniger "wert" als ein Mann. Ein Mädchen bzw. eine Frau mit Behinderung stellt für diese Familien eine besonders große finanzielle und soziale Last dar Ein arbeitendes Familienmitglied fällt weg und muss speziell versorgt werden. In einer Region, in der jeder € Einkommen zur Ernährung der Familie zählt, ist es fraglich, wie die Kosten für die medizinische, rehabilitative Versorgung entrichtet werden sollen. Wie verheirate ich eine Frau, die eventuell aufgrund ihrer Verletzungen keine Kinder mehr bekommen kann bzw. aufgrund ihrer Behinderung nicht "gewollt" wird?

Deshalb wird in betroffenen Regionen verstärkt versucht, Minenaufklärung mit in den Unterricht einzubauen. Dadurch wir das Unfallrisiko nachweislich signifikant minimiert.

Gemeinsam mit einer pädagogischen Fachkraft von Handicap International erarbeitet die Gruppe anhand eines "Minenfeldes" mit verschiedenen Minenattrappen, Videos, Fotos und Berichten aus betroffenen Regionen, was es für den Menschen vor Ort bedeutet, inmitten von Landminen und Bombenresten zu leben.

Zum einen erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich in die Lage Gleichaltriger hinein zu versetzen. Zum anderen werden sie fernab der Alltagsmedien über die langwierigen Folgen kriegerischer Auseinandersetzung informiert.

Die Veranstaltung soll nicht alleine über die humanitäre Katastrophe informieren, sondern gleichzeitig die ursprünglich aus einer Bürgerbewegung entstandene Internationale Kampagne für ein Verbot von Landminen vorstellen.

TeilnehmerInnen:
Schulklassen ab Jahrgangsstufe 7, interessierte Gruppen
20–30 Teilnehmer

Kooperationspartner:
Finanzielle Unterstützung durch die Stiftung für Umwelt und Entwicklung und den Evangelischer Entwicklungsdienst

Kosten:
Handicap International bittet zur Erstattung des Eigenanteils um einen kleinen Beitrag (50-100 Euro) pro Schule bzw. Gruppe

 

Kontakt:
Handicap International
Cordula Schuh
Schönhauser Allee 50
10437 Berlin
Tel.: 030/44047751
Mobil: 0163/6620309
cordulaschuh@gmx.de
www.handicap-international.de