Published Date: 
23.11.2018

Projektbeitrag: GEW 2005

Deutsch-Indische Zusammenarbeit e.V.

Veranstalter:
Deutsch-Indische Zusammenarbeit e.V.

Titel:
Indien - Bildungschancen in der gröten Demokratie der Welt

Veranstaltungsart:
Seminare, Vorträge im Rahmen des Unterrichts, einer Projektwoche oder AG oder für Jugendgruppen

Ort:
Rhein-Main-Gebiet, andere Ort n.V.

Zeit:
u.a. im November 2005

Beschreibung:
Die Deutsch-Indische Zusammenarbeit bietet an, im Rahmen des Unterrichts, in einer AG oder in der Projektwoche den Schülern über Indien zu berichten, sie über verschiedene Themen des indischen Alltags mit Bildern, Texten und eigenen Erfahrungen zu informieren und mit ihnen zu diskutieren.

Als Themen innerhalb der Global Education Week bieten sich an:

Kinderarbeit und Bildung:

- In Indien arbeiten 70 bis 80 Millionen Kinder statt zur Schule zu gehen – fast so viele Menschen wie Deutschland Einwohner hat, und das ist nur eine Schätzung. Dabei gibt es laut Gesetz sowohl Schulpflicht als auch das Verbot von Kinderarbeit. Doch die Familien brauchen die Arbeitskraft und die Einnahmen der Kinder zum überleben. So arbeiten sie schon mit sieben oder acht Jahren als Hausmädchen, in der Teppich- und Textilindustrie oder stellen in Fabriken Streichhölzer her.

- Was hat der Zugang zu Wasser mit Bildung zu tun?:
In vielen ländlichen Gegenden Indiens gibt es kein sauberes Trinkwasser. Frauen und Mädchen verbringen daher viele Stunden des Tages mit Märschen zu weit entfernten Quellen oder Brunnen. Statt zu lernen, müssen sich die Mädchen in den Dörfern um den Haushalt kümmern.

- Frauen:
Rund 65 Prozent der indischen Analphabeten sind Frauen. Mädchen dürfen seltener zur Schule gehen, verlassen diese eher ohne Abschluss. Das Schulgeld sparen die Eltern lieber für die Söhne.

- Kastensystem:
In Indien wird man in eine Kaste hineingeboren und findet damit schon als Säugling seinen Platz in der Gesellschaftsordnung. In den Dörfern werden die Kastengrenzen streng eingehalten – und die Unberührbaren, die Kastenlosen, von allem ausgeschlossen. Sie dürfen aus dem Dorfbrunnen kein Wasser nehmen, sie müssen niedere Arbeiten verrichten und der Zugang zur Schule wird ihnen verwehrt. Umgekehrt gibt es die "positive Diskriminierung", mit der eine festgelegte Anzahl Studienplätze an niedere Kasten vergeben werden müssen. Armut wirkt sich in vielen Ländern auf die Bildung aus, in Indien bleiben die Bildungschancen von Armen durch das gesellschaftliche System gering.
- Gerne können auch andere Themen vereinbart werden, die Lehrer und Schüler besonders interessieren!
- Gerne können wir zur Einstimmung auf Indien auch gemeinsam kochen!
Referentin: Sybille Franck, Referentin für entwicklungspolitische Bildung bei der Deutsch-Indischen Zusammenarbeit, Politikwissenschaftlerin und Journalistin.

TeilnehmerInnen:
Schulen, Jugendgruppen (z.B. im Konfirmanden- und Firmunterricht)

Kosten:
keine

 

Kontakt:
Deutsch-Indische Zusammenarbeit e.V.
Sybille Franck
Odrellstr. 43
60486 Frankfurt am Main
Tel. 069/79403920
franck@diz-ev.de
www.diz-ev.de