Published Date: 
28.02.2013

Für die fünf zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan und Kirgistan stellt Wasser seit Jahrzehnten den Schlüsselfaktor der ökonomischen Entwicklungen dar. Die Hauptzuflüsse des Aralsees, Amu Darya and Syr Darya, werden als Hauptquelle für landwirtschaftliche Bewässerung genutzt. Die extreme Übernutzung, die nicht zuletzt die Konsequenz eines mangelhaften Bewässerungssystems ist, führt letztlich zur zunehmenden Austrocknung des einst viertgrößten Sees der Erde. Neben der steigenden Wasserknappheit resultieren extreme Versalzung der Böden als auch des Grundwassers. Fehlende finanzielle Unterstützung, ungleiche Verteilung und vielseitig angelegte Nutzung bergen sichtlich drastische Probleme für die Region. Um das Konfliktpotential der Lage einzudämmen, sieht das Projekt „Research Network Water in Central Asia“ künftig vor, basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen ein nachhaltiges Wassermanagement möglich zu machen. Fundierte Erkenntnisse sollen einen Ausgangspunkt für nachhaltige Entscheidungen durch eine multinationale Verwaltung bieten. Das CAWa-Netzwerk bewerkstelligt dafür derzeit die erforderliche, grenzüberschreitende Kooperation zwischen regionalen wissenschaftlichen Institutionen. Hydro-meteorologische Stationen werden an verschiedenen Orten im zentralasiatischen Raum eingesetzt und über Echtzeit-Satelliten miteinander verknüpft. Die Ergebnisse des Monitoring-Systems sind so für alle beteiligten Partner zugänglich. Des Weiteren sollen die Ergebnisse die Entwicklung neuer universitärer Lehrpläne im naturwissenschaftlichen Bereich unterstützen.

Info: Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Stiftung des Öffentlichen Rechts des Landes Brandenburg, Telegrafenberg, 14473 Potsdam, Tel.: 0331/2880, presse@gfz-potsdam.de www.gfz-potsdam.de