Published Date: 
24.10.2020

(Dezember 2020, Jugendengagement) Die Fach- und Förderstellen der Europäischen und Internationalen Jugendarbeit in Deutschland haben im November 2020 in einem Positionspapier die Politik und die Träger zum Handeln aufgerufen. Sie formulieren Maßnahmen, welche die Strukturen der europäischen und internationalen Zusammenarbeit für und mit jungen Menschen nachhaltig sichern können. Viele hunderttausend Jugendliche nehmen jedes Jahr an internationalen Begegnungsprogrammen in Europa und weltweit teil. Die Corona-Pandemie hat im Jahr 2020 einen tiefen Einschnitt im Feld internationaler Bildungsprozesse und Austauschkooperationen verursacht: Geplante Begegnungen junger Menschen konnten nicht stattfinden, grenzüberschreitende fachliche Zusammenarbeit in der Jugendhilfe wurde ausgesetzt und internationale Kooperationen in der jugendpolitischen Zusammenarbeit drohen verloren zu gehen. Das Positionspaper formuliert drei Vorschläge zur Unterstützung internationaler Jugendarbeit: Grenzüberschreitende Netzwerke seien zu stärken und Organisationen in den Partnerländern zu unterstützen. Für Begegnungen sollten digitale Wege eröffnet und mit Beratung sowie technischer Ausstattung unterstützt werden. Angesichts der Auswirkungen der Pandemie auf den demokratischen und sozialen Zusammenhalt brauche es ein politisches Bekenntnis zur internationalen Jugendarbeit und der Rolle, die sie für internationale Zusammenarbeit und Weltoffenheit spiele. Ab 2022 solle ein Aktionsplan zum Wiederaufbau der europäischen und internationalen Jugendarbeit beginnen. Für diesen gelte es, umfängliche finanzielle Mittel bereitzustellen und gemeinsam konkrete Handlungswege zu eröffnen.

Info: IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e. V., Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Ansprechpartnerin: Cathrin Piesche, Tel. 0228 9506-215, komm[at]ijab.de, https://ijab.de/projekte/internationalheart/aktuelle-beitraege-zu-internationalheart/es-besteht-dringender-handlungsbedarf