Politische Ökologie Band 136

Obwohl sie selbst weit weniger zu ihnen beitragen, sind benachteiligte Bevölkerungsgruppen Gefahren für Umwelt und Gesundheit wie Verkehrslärm und Luftverschmutzung weit stärker ausgesetzt als Wohlhabende. Zugleich geraten Maßnahmen zum Schutz der Umwelt schnell in den Verdacht, nur etwas für Besserverdienende zu sein, weil sie angeblich die Kosten in die Höhe treiben. Der neue Band der politischen Ökologie ergründet, warum manche Menschen stärker unter Umweltbelastungen leiden als andere und warum Umweltpolitik – national wie international – ein Muss für mehr soziale Gerechtigkeit ist.

Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V.

Auf 16 Seiten veranschaulicht der Comic „Voll Global!“ der VEN-Fachstelle Globales Lernen in Zusammenarbeit mit 123comics auf verständliche Weise, was sich hinter dem Konzept des Globalen Lernens verbirgt und wie es ganz praktisch umgesetzt werden kann – in der Schule, der Stadt oder auch am Abendbrottisch.

Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO)

Wie lassen sich Wirkungen in der Inlandsarbeit messen? Welche Wege der Wirkungsmessung sind praktikabel und werden von NRO angewandt? In der Publikation „Wirkungserfassung in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit - Eine methodische Bestandsaufnahme von Evaluationen zivilgesellschaftlicher Angebote“ werden Evaluationen der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit im Hinblick auf die Frage untersucht, wie NRO und Evaluator/-innen Wirkungen nachweisen und welche Methoden sie dabei einsetzen.

Nelson Mandela

Kaum ein anderer Politiker dieses Jahrhunderts symbolisierte in solchem Maße die Friedenshoffnungen der Menschheit und den Gedanken der Aussöhnung aller Völker auf Erden wie der ehemalige südafrikanische Präsident und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela, dessen Rolle für seinen Kontinent mit der Gandhis für Indien verglichen wurde. Seine trotz langer Haft ungebrochene Charakterstärke und Menschenfreundlichkeit haben nicht nur die Bewunderung seiner Landsleute, sondern aller friedenswilligen Menschen auf der Welt gefunden.

Andrea Hoffmeier, Dolores Smith

Kulturelle Erwachsenenbildung für Menschen mit Migrationshintergrund attraktiver machen, neue Lehrkonzepte entwickeln: Mit dieser Zielsetzung startete 2010 das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Interkulturelle Kompetenzen in der Weiterbildung im Bereich der Kulturellen Erwachsenenbildung“ der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft (KBE), das 2013 abgeschlossen wurde.

Inès Neubauer

Menschenhandel, Sklaverei, Armut, Unterdrückung und sexuelle Ausbeutung der Frau in patriarchalen Gesellschaften. Das sind die mit Prostitution in Afrika üblicherweise verbundenen Assoziationen. So unbestritten das alles, oft in erschreckenden Dimensionen, existiert, bleibt doch die Frage, ob das unhinterfragt zu verallgemeinern ist. In ihrem Buch „Prostitution in Bamako, Mali – Akteurinnen zwischen Geld und Moral“ zeigt die Autorin Inès Neubauer ein differenziertes Bild jenseits gängiger Klischees zur Prostitution in Malis Hauptstadt Bamako auf. Dort hat sie mit Prostituierten, ihren Kunden, mit Polizisten und Vertretern von NGOs und auch mit unbeteiligten Bürger/-innen gesprochen.

Andreas Fischer-Lescano und Kolyja Möller

Die Weltgesellschaft ist in der Krise. Politik und Wirtschaft sind orientierungslos. Umso klarer artikulieren sich Gegenstimmen. An verschiedenen Orten vereinen sich Menschen zum Protest und für ein gemeinsames Ziel: die Utopie sozialer Gerechtigkeit. Mit diesem Buch findet der Protest ein theoretisches Fundament. Fischer-Lescano und Möller schreiben gegen die wachsende soziale Ungleichheit und irreparable ökologische Schäden.

Grundlagen einer ethischen Umweltpolitik Der Klimawandel ist gegenwärtig eine der drängendsten globalen Herausforderungen in politischer und ökonomischer Hinsicht. Ethisch betrachtet stellen die Klimafolgen für viele Menschen des Südens eine Erfahrung von Ungerechtigkeit dar: Denn sie sind kaum für die Klimafolgen verantwortlich und haben gleichzeitig weniger Möglichkeiten, sich an diese anzupassen. Deswegen werden heute Klimafolgen immer häufiger als eine Verletzung der Menschenrechte interpretiert.

Thomas Kruchem

Thomas Kruchem befasst sich in seinem Buch „Der große Landraub. Bauern des Südens wehren sich gegen Agrarinvestoren“ mit der rücksichtslosen Ausbeutung von Kleinbauern und Landbesitzern durch Investoren und Politiker. Er geht der Frage nach wie Investoren, Landbesitzer und die Politik miteinander agieren. „Die Gier nach Ackerland geht um: 200 Millionen Hektar, soviel wie Westeuropa, sind Zielobjekt von Großinvestitionen – zumeist in ärmeren Ländern. Angesichts von Nahrungsmittelpreiskrise und Agrosprit-Boom investieren vor allem reiche Regierungen, Agrarunternehmen und Investmentfonds.“

Andrea Jeska

Mehr als 20 Jahre liegt Simbabwe in zivilisatorischen Trümmern. Die einstige Kornkammer des südlichen Afrikas ist ein Armenhaus; Menschenrechte werden missachtet; Lebenserwartung und Alphabetisierungsraten sind geschrumpft; die Wirtschaftskraft ist flügellahm. Aufstieg und Untergang des Landes hängen an einem Mann: Dem wiedergewählten Staatspräsident Robert Mugabe. Er war einer der Befreier von weißer Herrschaft und ist jetzt der Unterdrücker seines Volkes. Seine Präsenz auf der politischen Bühne, mehr noch aber sein Versagen, die Simbabwe ins Elend stürzten, sind groß. Doch hinter den Kulissen findet längst eine Entwicklung ohne ihn statt.

Seiten