Wolfgang Benedek

Menschenrechte verstehen – dazu benötigt es entsprechende Bildungsangebote sowohl innerhalb schulischer Institutionen als auch im privaten Bereich. Das Handbuch zur Menschenrechtsbildung „Menschenrechte verstehen“ richtet sich an Menschenrechtsbildner/-innen für ihre Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen. Das erste Kapitel beinhaltet eine Einführung in das System der Menschenrechte, die als Wissensgrundlage für Lehrende dient.

Prof. Dr. Harald Heinrichs, Ev Kirst und Jule Plawitzki

Was macht gutes Leben vor Ort aus? So lautet die Leitfrage, die durch den Sammelband „Gutes Leben vor Ort“, aus der Reihe „Initiativen zum Umweltschutz“, führt. Antworten darauf werden in 23 Beiträgen von Politiker/-innen, Nachhaltigkeitsexpert/-innen, Verbandsvertreter/-innen, Kommunalberater/-innen und Wissenschaftler/-innen gesucht. Der Fokus liegt dabei auf der Politik der lokalen Ebene – auf Städten, Gemeinden und Landkreisen. Jedoch bleibt der Blick auf die übergeordnete politische Handlungsebene nicht aus und deren Handlungsmöglichkeiten werden ebenso in Betracht genommen.

Vicente Alfonso

Ein Mordfall in der Bar „Zum letzten Schluck“ in der mexikanischen Stadt Torreón, der Zauberer Padilla auf dem Jahrmarkt in Parras in Südmexiko und die Ayala-Zwillinge, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen und wovon einer des Mordes verdächtigt wird – Vicente Alfonso stellt in seinem Kriminalroman „Die Tränen von San Lorenzo“ viele Erzählstränge dar, die sich die Leser/-innen selbst zusammenbauen müssen und die zuletzt doch nie so recht zusammenpassen. Zum einen erfährt man von dem Therapeuten, der einen der Zwillinge in Behandlung hat und ihrer Lebensgeschichte und dem Kriminalfall auf der Spur ist.

Matthias Stier, Lars Berger

Weltweit wohnen mehr als die Hälfte der Menschen in Städten. Das ist Grund genug, sich Gedanken zu machen, wie man das städtische Leben nachhaltiger gestalten kann, wie es die Autoren Stier und Berger getan haben. Der 89. Band „Die nachhaltige Stadt“ aus der Reihe „Initiativen zum Umweltschutz“ besteht aus Beiträgen von Wissenschaftler/-innen verschiedener Disziplinen, die die Herausforderung des modernen Lebens erörtern und zukunftsweisende Strukturen sowie ihre technische Umsetzung behandeln. Zunächst wird mit vagen Assoziationen zum Thema Nachhaltigkeit aufgeräumt und verschiedene Modelle, die unter dieses Konzept fallen, vorgestellt.

Dina Ionesco, Daria Mokhnacheva, Francois Gemenne

Wenn von Flucht die Rede ist, geht es oft um die Folgen und weniger um die Ursachen. Dem entgegen steht der „Atlas der Umweltmigration“, der verschiedene Motive zur Flucht untersucht, die nicht selten auf eine Hauptursache zurückzuführen sind: die Auswirkungen des Klimawandels. Der Atlas veranschaulicht durch zahlreiche Statistiken, Grafiken und Weltkarten den Verlauf von Migration durch die Geschichte. Vor allem wird dabei der Zusammenhang zwischen Umweltproblemen, wie beispielsweise der Anstieg der Meeresspiegel, die Zerstörung der Ökosysteme, Dürren, Flächenbrände oder Erdbeben, und die daraus resultierenden Fluchtbewegungen aufgezeigt.

Reinhart Kößler, Henning Melber

113 Jahre ist es her, dass die Deutschen in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika den Völkermord an Ovaherero und Nama verübten. Eine Entschuldigung seitens der deutschen Regierung gab es seither nicht. Reinhart Kößler und Henning Melber beobachteten die deutsch-namibische Beziehung in Bezug auf das koloniale Erbe bereits in den vergangenen Jahren und ermöglichen mit ihrem Buch „Völkermord – und was dann? Die Politik deutsch-namibischer Vergangenheitsbearbeitung“ einen aktuellen Einblick in die postkoloniale Auseinandersetzung.

Imke Schulte

„Armut aus Sicht der Armen“ beschäftigt sich mit der Nachhaltigkeit von Entwicklungszusammenarbeit anhand einer von Imke Schulte aufgestellten ethnologischen Feldforschung am Beispiel der Provinz Urubamba in Peru, in der die Mehrheit der Bevölkerung unter der  nationalen Armutsgrenze lebt. Als Basis ihrer Forschung setzt sich Schulte mit verschiedenen Armutsdefinitionen sowie Entwicklungskonzepten auseinander, die die Auslegung der Entwicklungszusammenarbeit prägen. Neben klassischen Entwicklungstheorien wird das lateinamerikanische Konzept des „Buen Vivir“ betrachtet und analysiert.

Alexander Dill

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) oder der Human Development Index (HDI) sind bekannte internationale Kennzahlen für die Einteilung der Länder der Welt und die Messung ihrer Kreditwürdigkeit. Doch woher kommen diese Indexe und können diese wirklich als gerechte Einteilungskriterien betrachtet werden? Alexander Dill stellt in seinem Buch gerade diese geläufigen Bewertungsmechanismen in Frage und zeigt anhand der Betrachtung von verschiedenen Ländern und Kulturkreisen, wie diese Bewertungsgrundlagen zu Fehleinschätzungen und einem verzerrten Weltbild führen, von dem die Länder des Globalen Nordens profitieren.

Hans-Jürgen Burchardt, Stefan Peters, Nico Weinmann

Die Entwicklungspolitik im 21. Jahrhundert beschäftigt sich mit heutigen globalen Nord-Süd Beziehungen und wird durch ökologische sowie soziale Herausforderungen vor die Aufgabe gestellt, neue theoretische Ansätze zu entwickeln, die diesen gerecht werden. An den Themen soziale Ungleichheit, Rohstoffpolitik, Umweltschutz und Nachhaltigkeit führt in diesem Zusammenhang kein Weg vorbei. Die rein westliche Orientierung der Entwicklungspolitik sowie die Fokussierung auf das Wirtschaftswachstum als Antriebskraft gilt es zu überwinden.

Netzwerk Selbsthilfe

Das Nachschlagewerk  Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen, herausgegeben von NETZWERK, bietet Alternativen für Gruppen und Initiativen, die Finanzierungswege zur Verwirklichung ihrer Projektideen suchen. Mit mehr als 410 regionalen, bundesweiten und internationalen Stiftungen und Förderquellen bietet die Publikation umfassende Möglichkeiten Förderungen in den Bereichen Bildung, Jugend, Arbeit, Umwelt, Soziales, Migration, Antifaschismus, Inklusion, Wohnen, Kultur, Queer Leben und Entwicklungspolitik zu beantragen.

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