Paco Ignacio Taibo II

In seinem Buch „Die Yaqui – Indigener Widerstand und ein vergessener Völkermord“ stellt der Autor Paco Ignacio Taibo II die Geschichte und Kultur des indigenen Volkes der Yaqui vor. Mit dem beginnendem 19. Jahrhundert nahm das invasive Verhalten der spanischen Kolonisten in Mexiko zu. So wurde dem ansässigen Volk der Yaqui in großen Teilen unrechtmäßig Land entzogen, um es an Unternehmen oder Privateigentümer zu verpachten.

José Eduardo Agualusa

Einen Abend vor dem Beginn der Nelkenrevolution 1974, welche den Rückzug der portugiesischen Kolonialmacht aus Angola ankündigte, erschießt Ludovica einen Einbrecher und vermauert sich in ihrer Wohnung. Für 30 Jahre verweilt sie in den Räumlichkeiten, nur durch ein Radio verbunden mit der Außenwelt. Im Mittelpunkt des Romans steht zum einen ihre „Vogelperspektive“ auf den Bürgerkrieg in Angola. Zum anderen beschreibt der Autor sowohl ihren körperlichen als auch psychischen Überlebenskampf:  Sie ernährt sich von selbst angebautem Gemüse auf der Dachterrasse, Wasser und Strom fallen nach einer Zeit aus.

Arnoldo Gálvez Suárez

Ein Geschichtsprofessor wird Ende der 1980er Jahre in Guatemala auf offener Straße erschossen. Weil es während des Bürgerkrieges keine Seltenheit ist, dass Menschen täglich verschwinden und ermordet werden, wird auch dieser Mord nicht aufgeklärt. 25 Jahre nach der Ermordung trifft der Sohn des Professors Mercedes Lima, eine ehemalige Studentin seines Vaters, wieder. Einem Impuls folgend, dass sie die Hintergründe für den Mord kennen könnte, folgt er der Frau.

Ignaz Bender

Die Menschen leben in einer merkwürdigen Welt. Sie sind technisch hochentwickelt, können zum Mond fliegen, jeden Punkt der Erde in Stunden mit dem Flugzeug erreichen, eine Nachricht in Sekunden um die Welt verbreiten. Aber sie sind extrem unterentwickelt auf dem Gebiet des globalen Friedens, der Achtung von Rechtsprinzipien und der Menschenrechte. Die Vereinten Nationen haben im Jahre 1945 in der Präambel ihrer Charta versprochen, die Menschheit von der Geißel des Krieges zu befreien. Seither gab es 200 Kriege.

Esther Gonstalla

Beginnend mit einem Zitat von J.F. Kennedy, welches die Verbundenheit des Menschen zu den Meeren betont, werden in dem Sachbuch “Das Ozean Buch“ die Probleme und Konsequenzen der Meeresverschmutzung sehr anschaulich anhand von ästhetisch ansprechenden Graphiken und Illustrationen dargestellt. Das Werk der Autorin und Graphikerin Esther Gonstalla ist unterteilt in die Themengebiete Klimawandel, Rückgang von Biodiversität, Überfischung, der Ozean als industrieller Ressourcengeber und Verschmutzung.

Niroz Malek

Der Schriftsteller Niroz Marek lebt und arbeitet in Aleppo. Trotz des anhaltenden Bürgerkrieges und täglicher gewalttätiger Auseinandersetzungen und Bedrohungen, weigert er sich die Stadt zu verlassen. Der erste Text des Buches „Spaziergänger in Aleppo“ beschreibt ein Zwiegespräch des Autors mit sich selbst, in welchem er sein Bleiben damit begründet, dass die Stadt und vor allem seine Wohnung all die Literatur, Musik und Erinnerungen (und Menschen) enthält, die seine Seele ausmachen. Ohne sie würde er nur eine leere, für ihn nutzlose Körperhülle retten.

Hisham Matar

Es ist 2012, kurz nach dem Sturz Gaddafis. Das bietet Hisham Matar erstmalig die Möglichkeit nach Libyen zu reisen, um dort nach seinem verschwundenen Vater zu suchen. Sein Vater, ein prominenter Gegner des Gaddafi Regimes, musste bereits 1979 mit seiner Familie aus Libyen flüchten und wurde 1990 entführt und in das Gefängnis Abu Salim in Tripolis gebracht. Von dort schrieb er seiner im Exil lebenden Familie drei Briefe innerhalb von sechs Jahren, in denen er von der Grausamkeit des Gefängnisses berichtete. Danach erhielten seine Frau und zwei Söhne nie wieder Nachricht von ihm. In der Zwischenzeit zog Hisham Matar nach Großbritannien und betrieb jahrzehntelang Nachforschungen zu seinem verschwundenen Vater.

Irmela Erckenbrecht, Peter Reichenbach

Das sevengardens Projekt wurde bereits 2012 von der Deutschen UNESCO-Kommission als „offizielle Maßnahme“ der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgewählt. Sevengardens legt Färbergärten und Färberwerkstätten in Kindergärten und -tagesstätten, in Schulen, Universitäten und Museen an und schafft somit die Möglichkeit sich anhand von Pflanzenfarben über weitreichendere Themen wie Artenvielfalt, Naturschutz, Klimaschutz und soziale und ökologische Nachhaltigkeit zu informieren.

Meja Mwangi

Der Priester Padre Pietro wird versetzt und findet sich plötzlich in dem Dorf Kambi in Kenia wieder. Hier erwartet ihn ein ganz anderes Leben, als er es bisher als Buchprüfer in Rom hatte – die besten Voraussetzungen für Überraschungen und Missverständnisse. Der Roman „Warten auf Tusker“ handelt von den Hürden im Alltag des Priesters und erzählt von den Überraschungen, die ihm seine kenianischen Gemeindemitglieder bescheren. Heiter und leicht erzählt Meja Mwangi wie die Erwartungen von Padre Pietro immer wieder durcheinander gebracht werden, da vieles anders läuft als er sich es ausgemalt hat.

Frank Adler, Ulrich Schachtschneider

Der Sammelband „Postwachstumspolitiken - Wege zur wachstumsunabhängigen Gesellschaft“ beinhaltet 22 Beiträge von Autor/-innen aus wachstumskritischen Bewegungen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Die Theorie des Postwachstums – als Gegenentwurf zum Wirtschaftswachstum – wird auf kleiner Ebene, in Bottom-up-Bewegungen, bereits umgesetzt. Die Autor/-innen dieses Buches fragen jedoch nach institutionellen Verbesserungen auf großer Ebene: Wie und durch welche Politiken, Strategien und Akteure kann eine gesellschaftliche Transformation in Richtung Postwachstumsgesellschaft begangen werden?

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