Bénédicte Savoy

Warum ist Afrikas Kunst, die während der Kolonialzeit massenweise in europäische Museen gelangt war, noch nicht zurückgegeben? Auf der Grundlage von unzähligen bisher unbekannten Quellen aus Europa und Afrika erzählt Bénédicte Savoy die Geschichte des postkolonialen Aufbruchs und sein Ersticken. Sie fragt danach, welche Akteure, Strukturen und Ideologien damals dafür sorgten, dass das Projekt einer geordneten, fairen Rückgabe von Kulturgütern scheiterte.

Tete Loeper

Tete Loeper zeigt mit ihrem Buch den Alltagsrassismus in Deutschland aus der Perspektive einer ruandischen Frau. Sie beschreibt, wie schwer es ist, in Deutschland anzukommen und Fuß zu fassen. Migrantinnen und Migranten werden mit Vorurteilen konfrontiert, ihnen wird eine persönliche Identität abgesprochen. Das Buch macht die Enttäuschung nachvollziehbar, die viele Migrantinnen und Migranten erleben, wenn ihre idealisierten Vorstellungen an der Realität scheitern.

Kristina Lunz

Menschen wollen in Frieden und Sicherheit leben. Doch die internationale Politik ist nach wie vor männlich geprägt und so wird Dominanz Vermittlung gegenüber vorgezogen, Menschenrechte sind unwichtiger als Machtinteressen und Ziele wie Abrüstung und Klimagerechtigkeit werden als Utopien abgestempelt. Kristina Lunz will mit ihrem Buch „Die Zukunft der Außenpolitik ist feministisch“ diese gesellschaftlichen Verhältnisse ändern. Deshalb setzt sie sich für eine Weltpolitik ein, die Feminismus und Frieden sowie Menschenrechte und Gerechtigkeit in die Außenpolitik mit einbezieht.

Barbara Hemkes, Karsten Rudolf, Bettina Zurstrassen (Hrsg.)

Wie kann man nachhaltige Entwicklung in der Berufsbildung verankern und auf welche Weise hängt Berufliche Bildung mit politischer Bildung zusammen? Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Bildungspraxis, Unternehmen, Politik, Zivilgesellschaft und Nichtregierungsorganisationen gehen diesen Fragen sowohl auf theoretischer als auch auf praktischer Ebene nach. Dabei werden die Herausforderungen und Potenziale von Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) untersucht.

Frank Bliss

In dem Buch „Armutsbekämpfung durch Entwicklungszusammenarbeit“ führt Frank Bliss, Professor für Ethnologie an der Universität Hamburg, in die Theorie und Praxis der Entwicklungszusammenarbeit ein. Der Autor legt seinen Fokus auf die kritische Analyse der Armutsbekämpfung in den Ländern des Globalen Südens.

Micaela Chirif (Text), Armando Fonseca, Amanda Mijangos und Juan Palomino (Illustration)

In dem Buch „Das Meer“ stellt die peruanische Autorin Micaela Chirif auf philosophisch-poetische Art und Weise den Ozean als Lebensraum verschiedener Tiere, Fabelwesen und Menschen vor. Wo schläft der Oktopus und wovon träumt er? Träumt er vielleicht von den Walen und wie viel wiegen diese überhaupt? Wenn Fische sich von Seegras ernähren, was isst dann die Meerjungfrau? Mit kindlicher Neugier stellt Cherif verschiedene Fragen zum Ozean und seinen Tiefen.

Ehsan Natour

Im März 2022 erschien das Buch „Wenn das Leben stillsteht – Der Arzt, der das Herz seiner Patienten berührt“ von Dr. Ehsan Natour, der als Herzchirurg tätig ist. Das Buch ist ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit in der Medizin und liefert Strategien zum Umgang mit lebensbedrohlichen Krisen.

Scholastique Mukasonga

„Frau auf bloßen Füßen“ ist die Liebeserklärung einer Tochter an ihre Mutter. In dem Roman erinnert sich die ruandische Autorin Scholastique Mukasonga an ihre Mutter Stefania und ihr Leben in einer Tutsi-Gemeinde. Stefania war eine starke Frau, die alles daran setzte, ihre Kinder zu schützen: vor wirtschaftlicher Not, vor dem Verlust des kulturellen Erbes der Tutsi und vor allem vor dem gewaltsamen Tod. Doch zusammen mit 36 Familienmitgliedern wurde Stefania 1994 Opfer des Genozids in Ruanda.

Hemley Boum

Hemley Boums Roman „Die Tage kommen und gehen“ erzählt die Geschichte dreier Frauen zwischen Kamerun und Frankreich. Die erste Figur Anna liegt im Sterben. Sie erzählt ihrer Tochter Abi die bewegende Geschichte ihres Lebens. Als Tochter einer alleinerziehenden Bäuerin will sich Anna im noch kolonisierten Kamerun nicht mit ihrem ärmlichen Leben zufrieden geben.

Laura-Theresa Krüger, Heike Kuhn, Wolfram Stierle

2021 feierte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sein 60. Jubiläum. Zu diesem Anlass veröffentlichten Mitarbeitende des BMZ auf private Initiative das Buch „Sechzig Jahre deutsche Entwicklungspolitik – Das BMZ von 1961 bis 2021“. In ihm zeichnen sie die Geschichte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit nach. Seit 1961 ist es die Aufgabe des BMZ, gegen weltweite Armut, Ungleichheit und Umweltzerstörung anzugehen.

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