Autor: 
Alberto Acosta, Ulrich Brand
Jahr: 
2018
ISBN: 
978-3-96238-014-4
Preis: 
16,00€

Fredric Jameson, ein US-amerikanischer Kulturtheoretiker sagte einmal, dass es leichter sei, sich das Ende der Welt vorzustellen als das Ende des Kapitalismus. Dementsprechend beherrschen der Wunsch nach Wachstum und die Orientierung an wirtschaftlichen Gewinnen seit langer Zeit das Denken vieler Menschen. Alternative Überlegungen zum vorherrschenden System werden oft als Utopie belächelt. Acosta und Brand setzen mit ihrem Werk „Radikale Alternative“ genau an diesem Grundgedanken an. Sie behandeln zwei zeitgenössische Konzepte, Post-Extraktivismus und Degrowth, die die Grundsätze des Kapitalismus kritisieren.

Es wird jedoch nicht nur der Kapitalismus als Wirtschaftssystem an sich bemängelt, sondern die problematische Wirkungsmacht, den dieser in sozialen Herrschaftssystemen mit sich bringt, in Frage gestellt. Das Buch soll zum Nachdenken anregen und die Möglichkeit des gemeinsamen Dialoges aufzeigen, um die aktuelle Welt besser verstehen zu können. Dadurch sollen gemeinsam Alternativen erarbeitet werden können, damit echte gesellschaftliche Veränderungen erforscht, analysiert und diskutiert werden. Auch wenn noch nicht sicher ist, wie die Transformation funktioniert, ist laut Acosta und Brand gewiss, dass ein weltweites Bewusstsein besteht, die Wachstumslogik des Kapitalismus zu hinterfragen, denn das Problem, dass Wohlstand immer mehr aber letztendlich doch nicht genug für alle bedeutet, sollte ein klares Zeichen für eine notwendige und unumgängliche Veränderung sein.

München: oekom verlag – Gesellschaft für ökologische Kommunikation mbH, 190 Seiten, https://www.oekom.de/nc/buecher/vorschau/buch/radikale-alternativen.html