Autor: 
Arta Ramadani
Jahr: 
2018
ISBN: 
978-3-85435-865-7
Preis: 
18,80€

Im Roman „Die Reise zum ersten Kuss“ geht es um die Flucht einer Familie aus einem fast vergessenen kleinen Land in Europa in den 1990er Jahren. Die zwölfjährige Era lebt mit ihrer Familie in Prishtina, der Hauptstadt des Kosovo. In ihrer Freizeit hört sie Madonna und träumt davon, einmal ein Konzert von ihr zu besuchen. Sie ahnt, dass die serbischen Polizisten, die das Straßenbild in Prishtina dominieren, dem Land nicht guttun. Ihre Eltern besprechen mit Freunden die Schritte zur Unabhängigkeit des Kosovo. Als ihr Vater nach Demonstrationen plötzlich verschwindet und sich die politische Lage zuspitzt, sieht die Familie keine Zukunft mehr im Kosovo. In nur drei Tagen müssen sie sich nun von ihren Verwandten und der Heimatstadt verabschieden. Das Ziel der Familie ist Berlin Kreuzberg. In dem Multikulti-Bezirk der deutschen Hauptstadt beginnen sie ihren neuen Lebensabschnitt in einem Flüchtlingsheim. Nach dem rauen Start lernt Era das Land lieben, das ihr neues Zuhause geworden ist und ihr Freiheit und viele Möglichkeiten bietet. Sie kann in die Schule gehen und findet neue Freund*innen. Allerdings begleitet sie und die Menschen in ihrem Umfeld die Unsicherheit, ob sie in Deutschland bleiben können. Arta Ramadani hat einen Roman geschrieben, der einen biographischen Hintergrund hat. Sie selbst ist in Prishtina geboren und in Mannheim aufgewachsen. Auch ihre Familie litt unter dem serbischen Regime und ist mit der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Deutschland gekommen. Sie ist heute eine preisgekrönte Journalistin beim ZDF.

Klagenfurt/Celovec, Drava Verlag, 191 S., www.drava.at/buch/die-reise-zum-ersten-kuss/