Jahr: 
2018
ISBN: 
978-3-943126-41-9
Preis: 
0,00€

In der 2015 verabschiedeten Agenda 2030 der Vereinten Nationen wurden 17 Nachhaltigkeitsziele mit Maßnahmen formuliert, deren Umsetzung bis 2030 allen Menschen weltweit ein würdiges Leben ermöglichen soll. Die Agenda und ihre Ziele haben das Potenzial, auch die deutsche Politik auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene zu prägen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Politik der Bundesregierung noch lange nicht als nachhaltig bezeichnet werden kann. Vor diesem Hintergrund werden in der Publikation 17 beispielhafte zivilgesellschaftliche und staatliche Ansätze vorgestellt, die Möglichkeiten einer aktiv gestalteten Nachhaltigkeitspolitik demonstrieren. Das Projekt „Tausche Bildung für Wohnen“ beispielsweise vermittelt Menschen im Bundesfreiwilligendienst, Studierende und Ehrenamtliche als Bildungspat/-innen an Kinder aus sozial benachteiligten Stadtteilen. Im Gegenzug wird den Pat/-innen Wohnraum des Leerstandmarktes zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise fördert das Projekt Chancengleichheit und wirkt gleichzeitig dem Immobilienleerstand entgegen. Ein internationales Beispiel ist die Kampagne #FreePeriods aus Großbritannien, die sich durch den Kampf gegen Menstruationsarmut für die Erreichung von mehr Geschlechtergerechtigkeit einsetzt. In Frankreich sind Unternehmen durch ein neues Gesetz dazu verpflichtet, die umweltschädlichen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit zu überprüfen und einzudämmen. Dies wird als positives Beispiel einer staatlichen Maßnahme zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele angeführt. Diese und die anderen dargestellten Projekte, Initiativen und Ansätze sollen aufzeigen, wo und wie derzeit bereits konkrete politische Alternativen zur aktuellen Politik Deutschlands existieren.

Berlin/ Bonn/ Frankfurt a.M., Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), 107 Seiten, www.2030report.de