Kathrin Peters, Stefan Vennmann

„Antiziganismus hat Tradition“, so leiten Peters und Vennmann den Sammelband „Nichts gelernt?! Konstruktion und Kontinuität des Antiziganismus“ ein. Zum Begriff Antiziganismus schreibt der Verband Deutscher Sinti & Roma: „Der Begriff Antiziganismus bezeichnet sowohl jene Bilder und Vorurteile, die sich Menschen von vermeintlichen ‚Zigeunern‘ machen, als auch die daraufhin folgende Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung“.

Ngugi wa Thiong’o

Ngugi wa Thiong’o ist ein in den USA lebender kenianischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Er veröffentlicht seit über sechzig Jahren gesellschaftskritische Essays, Theaterstücke und Bücher in seiner Muttersprache Gikuyu und übersetzt diese ins Englische.

Karina Sainz Borgo

„Nacht in Caracas“ thematisiert das Schicksal einer jungen Frau in einem Land, das in Chaos und Elend versinkt. Unter dem Nachfolger des Staatspräsidenten Hugo Chavez, der Venezuela bis 2013 regierte, geht die Einschränkung der Pressefreiheit weiter und die Meinungsfreiheit wird systematisch unterdrückt. Zusätzlich sind bezahlbare Lebensmittel sehr knapp, das Geld ist fast nichts mehr wert und das Gesundheitssystem so gut wie zusammengebrochen. Vor diesem Hintergrund spielt das Schicksal von Adelaide Falcón. Die Geschichte beginnt am Grab ihrer verstorbenen Mutter.

Arta Ramadani

Im Roman „Die Reise zum ersten Kuss“ geht es um die Flucht einer Familie aus einem fast vergessenen kleinen Land in Europa in den 1990er Jahren. Die zwölfjährige Era lebt mit ihrer Familie in Prishtina, der Hauptstadt des Kosovo. In ihrer Freizeit hört sie Madonna und träumt davon, einmal ein Konzert von ihr zu besuchen. Sie ahnt, dass die serbischen Polizisten, die das Straßenbild in Prishtina dominieren, dem Land nicht guttun. Ihre Eltern besprechen mit Freunden die Schritte zur Unabhängigkeit des Kosovo.

Maria Daskalakis, Carsten Sommer, Alexander Roßnagel, Jutta Kepper

„Verkehrswende“ – mit diesem Wort werden neue Verkehrsdienstleistungen diskutiert und umgesetzt. Sie sollen einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Klimaziele noch erreichen zu können. Häufig wird jedoch die soziale Komponente eines nachhaltigen Verkehrsverständnisses vernachlässigt. Dazu zählt insbesondere soziale Teilhabe, die es im Rahmen der Verkehrswende zu sichern und auszubauen gilt. Aber auch ökonomische Aspekte dürfen nicht außer Acht gelassen werden.

Óscar Martínez, Juan José Martínez

Geschätzte 40.000 Mitglieder hat die Mara Salvatrucha 13 – MS 13, eine der gefährlichsten Gangs El Salvadors. Die Brüder Martínez erzählen in diesem Buch gleichzeitig die Entstehungsgeschichte der Gang und das Schicksal eins ihrer Mitglieder: Miguel Ángel Tobar, genannt El Niño de Hollywood, der schon von klein auf für die Gang mordete.

Später halfen seine Aussagen, mehr als dreißig ranghohe Gangmitglieder zu überführen. Warum er das Risiko einging, seine Geschichte und darin verwobene Gangmitglieder preiszugeben?

Katja Maurer, Andrea Pollmeier

Wenn man diese fundamentalen Gegebenheiten nicht versteht, kann man Haiti nicht begreifen

Von Dr. Ursula Grünenwald

Die beiden Autorinnen und Herausgeberinnen, Katja Maurer und Andrea Pollmeier, versammeln in „Haitianische Revolution. Der lange Kampf um postkoloniale Emanzipation“ eine beeindruckende Vielfalt haitianischer und internationaler Stimmen.

Tang Wei

Das Bilderbuch für Kinder ab fünf Jahren „Im Garten von Oma Apo“ erzählt die Geschichte von einer eigenartigen chinesischen Oma. Oma Apo lebt in einer großen Chinesischen Stadt, geht auf den Markt, sammelt dort weggeworfenes Gemüse ein um damit ihre Hühner und Enten auf dem Dach zu füttern.

Valeria Luiselli

In dem Roman „Archiv der verlorenen Kinder“ überlagern sich kunstvoll mehrere Geschichten. Zwei davon stehen im Vordergrund: Die eine handelt von der Reise einer vierköpfigen Patchwork-Familie aus New York, die sich auf den Weg in den Süden der USA macht, in die Region, die einst die Heimat der Apachen war. Anlass für die Reise sind die Jobs der beiden Eltern. Der Vater möchte den Klang untergegangener Indianerstämme dokumentieren.

Michael Wenzel

„Teilzeitwelt – wie wir durch weniger Arbeit uns und den Planeten entlasten“ enthält einen Vorschlag, wie insbesondere die Klimakrise, aber auch andere Probleme, die die Umwelt, die Gesellschaft und jedes Individuum betreffen, bewältigt werden können. Nach einer Bestandsaufnahme verschiedener Bereiche, wie Geld, Energie, Rohstoffe und dem Wirtschaftswachstum, wendet sich Michael Wenzel mit konkreten Handlungsvorschlägen an die Leser*innen.

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