In der 2015 verabschiedeten Agenda 2030 der Vereinten Nationen wurden 17 Nachhaltigkeitsziele mit Maßnahmen formuliert, deren Umsetzung bis 2030 allen Menschen weltweit ein würdiges Leben ermöglichen soll. Die Agenda und ihre Ziele haben das Potenzial, auch die deutsche Politik auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene zu prägen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Politik der Bundesregierung noch lange nicht als nachhaltig bezeichnet werden kann.

Jan-Philipp Scholz

Mehr als 10.000 Migrant/-innen sind alleine seit 2016 auf dem Mittelmeer ums Leben gekommen. Jan-Philipp Scholz, der Autor von „Menschenhandel, Migrationsbusiness und moderne Sklaverei“, erzählt wer diese Migrant/-innen sind und warum sie bei ihrer Suche nach einem besseren Leben auf Schleuser/-innen und Menschenhändler/-innen anlässlich ihrer Suche nach einem besseren Leben vertrauen.

Wolfgang Meyer-Hentrich

Flugscham, Reiseverzicht und Urlaub auf Balkonien – Nachhaltiger Tourismus ist aktueller denn je. Dennoch begeben sich 2019 voraussichtlich rund 30 Millionen Menschen weltweit auf eine Kreuzfahrt. Während früher nur einige, kleinere Kreuzfahrtschiffe mit wenigen Privilegierten auf ausgewählten Routen die Meere abfuhren, stechen inzwischen Riesenschiffe mit mehr als 4000 Passagier/-innen in See Richtung ferner Inseln im Pazifik und Eismeere in der Arktis.

Ina Brunk, Michael Vollmann

So nah und doch so fern? – Nachbarn

Wenn’s auch mit der Nachbarin oder dem Nachbarn klappen soll, dann bietet das Buch „Ziemlich beste Nachbarn – Der Ratgeber für ein neues Miteinander“ von Ina Brunk und Michael Vollmann einen guten Überblick über Möglichkeiten des Sich-Annäherns bei schon vorhandener räumlicher Nähe.

Jobst Paul

Um strukturelle Diskriminierung zu begreifen und zu bekämpfen hilft es, ihre grundlegenden Eigenschaften und Instrumente zu verstehen. Dabei hilft „Der binäre Code. Leitfaden zur Analyse herabsetzender Texte und Aussagen“. Jobst Paul vermittelt darin verständlich und sorgfältig, wie herabsetzende Sprache funktioniert. Er berücksichtigt dabei, wie verschiedene Diskriminierungsformen zusammenwirken und in welchen Kontexten sie stattfinden.

Anthony B. Atkinson

Ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt über 50 Prozent des Weltvermögens – Tendenz steigend. 99 Prozent der Weltbevölkerung diskutieren und verzweifeln an der Lösung des Problems, aber handeln nicht: Auf der „Agenda der Weltprobleme“ steht für den Wissenschaftler Anthony Atkinson soziale Ungleichheit weit oben. Sein Werk „(Un-)Gleichheit“ befasst sich einerseits inhaltlich mit dem Thema auf einer ökonomischen Ebene und ist anderseits als politischer Appell für Veränderung zu verstehen. Der Autor verfolgt das Ziel, die Lücke zwischen reichen und armen Teilen der britischen Bevölkerung zu minimieren und dominierende politische Vorstellungen aufzulösen.

Mustafa Khalifa

„Das Schneckenhaus. Tagebuch eines Voyeurs“ ist ein Roman von Mustafa Khalifa, der 2007 auf Französisch und 2008 auf Arabisch erschienen ist.

Der Protagonist des Romans ist Musa, ein Absolvent der Pariser Filmhochschule. Musa wird bei seiner Rückkehr nach Syrien festgenommen und verbringt 13 Jahre in verschiedenen Gefängnissen Syriens. Die Erlebnisse und Beschreibungen sind in Tagebuchform geschrieben. Sie greifen auf die Erfahrungen des Autors und anderer Gefangener zurück.

Dr. Gerhard Wahles (Hrsg.)

Die dritte Ausgabe der Zeitschrift Auslandsinformation im Jahr 2018 widmet sich dem Thema „Von der Dorfgemeinschaft zur Megacity“. Sieben Autor/-innen thematisieren in Artikeln und Interviews aktuelle Herausforderungen in Städten und Dörfern.

Kai Hirschmann

Die willkürliche Grenzziehung in Afrika, die politischen Verwerfungen nach dem Zerfall der Sowjetunion, das Chaos in Syrien und in Pakistan sowie die Macht der organisierten Kriminalität in Mexiko sind Beispiele, bei denen staatliche Zerfallsprozesse sichtbar werden. Dr. Kai Hirschmann, der Autor des Buches „Wie Staaten schwach werden“, zeigt an ausgewählten Beispielen die Dynamiken von Staatszerfall.

Lina Atfah

Der 2019 erschienene Lyrikband „Das Buch von der fehlenden Ankunft“ erzählt von den Erlebnissen Lina Atfahs, die 2014 aus Syrien floh. Das Regime bestrafte sie schon 2006 für ihre vorgetragene Lyrik, die als „Gotteslästerung“ und „Staatsbeleidigung“ bezeichnet wurde. Erst in Deutschland konnte Atfah über die Erlebnisse und Eindrücke ihres Lebens in Syrien sowie ihrer Flucht vor dem Regime frei erzählen.

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