Published Date: 
14.03.2018

Die Elisabeth-Knipping Schule führt mit dem WUS-Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ Lehrkooperationen zu Nachhaltigkeitsthemen durch

Kassel, den 09. März 2018 (mak).- Welche Rolle spielt das Thema Nachhaltigkeit in unserer Urlaubsplanung und wie „fair“ sind eigentlich die Klamotten die wir tragen? Diesen Fragen gingen Referent/-innen des Projekts „Grenzenlos - Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ vom World University Service (WUS) bei der Lehrkooperation am 8. und 9. März 2018 an der Elisabeth-Knipping-Schule (EKS) in Kassel nach. Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern u.a. vermittelt, wie nachhaltig eine Urlaubsreise gestaltet werden kann und dass auch fair gehandelte Kleidung schick und preiswert ist.

Das Konzept ist einfach: Die kostenlosen Lehrkooperationen werden von Studierenden aus Afrika, Asien und Lateinamerika zu Themen der Nachhaltigkeit in den berufsbildenden Schulen umgesetzt. Durch die Einsätze mit Referent/-innen aus einer anderen Region der Welt werden die Schülerinnen und Schüler dazu motiviert, den eigenen Lebensstil kritisch zu hinterfragen. Begriffe wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz oder soziale Gerechtigkeit werden verständlicher, wenn die Erfahrungen von jemandem mitgeteilt werden, der sie selbst erlebt hat und fast im gleichen Alter ist. Dieses Potenzial erkannte auch Lehrkraft Astrid Kempe-Gries, die sich mit viel Enthusiasmus auf das Abenteuer „Grenzenlos“ einließ und gemeinsam mit der Abteilung Fachoberschule unter der Leitung von Herrn Lutz Bostelmann Grenzenlos-Workshops umsetzt. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass der Unterricht an der Elisabeth-Knipping-Schule bunter und vielfältig ist.

Einer der Referenten ist Chao Tan, der derzeit im Fachbereich Architektur promoviert. Er führte gemeinsam mit der Lehrkraft Christina Günther am 08. März 2018 gleich in zwei Klassen Lehrkooperationen im Englischunterricht zum Thema „Nachhaltigen Tourismus“ durch. Dabei brachte er auch praktisches Wissen über Deutschland mit ein: In seiner Freizeit führt er Delegationen von chinesischen Unternehmern und stellt Projekte des nachhaltigen Reisens vor. Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert: Feedbacks wie „Ich mache keinen All-inclusive-Urlaub  mehr!“ und „Man sollte jeden Flug überdenken und mehr auf die Kultur und Umwelt achten“  hörte man nach dem Unterrichtseinsatz immer wieder.

Am 09. März 2018 ging es dann um „Mode“. Die Referentin Aurelie Bile Akono, kamerunische Studentin der Soziologie aus Potsdam und der simbabwische Referent Dexter Marimazhira, der in Heidelberg Pharmazie studiert, führten den Workshop „Fair Fashion“ durch. Sie besuchten die Klassen von Yvonne Hüther und Ute Umbach und beleuchteten die Hintergründe des Baumwollanbaus. Sie diskutierten, welche Modemarken eigentlich fair produzierte Waren anbieten und erarbeiteten mit den Schüler/-innen, welche Fairness-Siegel es überhaupt gibt.

Das Projekt „Grenzenlos—Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird gefördert von den Ländern Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Berufsbildende Schulen können weitere Informationen zur Auszeichnung zur „Grenzenlos-Schule“ auf der Projekthomepage einsehen unter www.wusgermany.de/de/auslaenderstudium/grenzenlos, oder anfragen bei Dr. Julia Boger (boger@wusgermany.de, 0611/9446051).