RUNDBRIEF BILDUNGSAUFTRAG NORD - SÜD
Nr. 32
März 2001
Marcella Heine/Dieter Schoof-Wetzig
Interkulturelles Lernen: eine Aufforderung zum Perspektivwechsel
Zur Qualität von Bildung im 21. Jahrhundert und zur Sicherung eines demokratischen Zusammenlebens in unserer Gesellschaft gehört heute auch die Vermittlung interkultureller Kommunikations- und Handlungsfähigkeit an alle Schülerinnen und Schüler. Das erste Missverständnis, das es auszuräumen gilt, wenn es um die Förderung interkulturellen Lernens geht, ist die Annahme, dieses beträfe im wesentlichen die „ausländischen Kinder“ und erschöpfe sich gewissermaßen in spezifischen Angeboten und Projekten, die sich gezielt an diese Kinder richten. Doch Internationalisierung der Bildungsinhalte, Fähigkeit zum interkulturellen Austausch und die Vorbereitung junger Menschen auf ein friedliches Zusammenleben in globaler Verantwortung für die Eine Welt sind weder Minderheitenfragen noch lediglich Themen für einzelne Projekte, sondern wesentlicher Bestandteil des Bildungsauftrages für alle Schulen, und nicht allein derjenigen mit einer multikulturellen Schülerpopulation. Die Verständigung auf gemeinsame Grundwerte gehört genauso dazu wie die Fähigkeit, sich für Andere und deren Sichtweise zu öffnen, Differenzen als Normalität wahrzunehmen und mögliche Konfliktsituationen ohne Ausgrenzung des Anderen zu bewältigen. Hierbei geht es nicht in erster Linie um die Aufnahme zusätzlicher Unterrichtsthemen, sondern vor allem um einen Perspektivwechsel bei der Behandlung bereits bestehender Inhalte in allen Fächern und Fachbereichen sowie um die Berücksichtigung sprachlicher und kultureller Vielfalt im Schulalltag. Damit wäre auch das zweite Missverständnis angesprochen, das der Umsetzung interkultureller Bildung in die pädagogische Praxis oft im Wege steht: der Einwand nämlich oder vielmehr die Befürchtung, der schon prall gefüllte Lehrplan würde dadurch zusätzlich „belastet“ und überfrachtet. Aus diesem eher „additiven“ Verständnis interkultureller Bildung wird dann z. B. gefragt, wie es denn in multinationalen Klassen mit Kindern aus zehn und mehr Herkunftsländern überhaupt möglich sei, die Sprachen und kulturellen Hintergründe all dieser Kinder im Unterricht zu berücksichtigen. Diese Frage ist aber nur dann berechtigt, wenn interkulturelle Bildung als „Sonderthema“ betrachtet und nicht im „normalen“ Unterrichts- und Schulalltag integriert wird.
Ein Grundverständnis interkultureller Bildung, das als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip praktiziert wird und alle Schülerinnen und Schüler im Blick hat, kann in folgenden Thesen zusammengefasst werden, die auch die Eckpunkte der im Oktober 1996 verabschiedeten Empfehlung der Kultusministerkonferenz „Interkulturelle Bildung und Erziehung in der Schule“ bietet:
· Sprachliche und kulturelle Vielfalt sind Normalität; Die Schule ist ein Ort interkultureller Erfahrung.
· Angesichts der Internationalisierung aller Gesellschaftsbereiche und der Pluralisierung von Lebenswelten ist interkulturelle Kompetenz eine notwendige Schlüsselqualifikation für alle Kinder und Jugendliche.
· Interkulturelle Bildung ist kein weiteres Fach und keine „Minderheitenpädagogik“, sondern Teil der Allgemeinbildung.
· Interkulturelle Bildung unterstützt die Entwicklung persönlicher Identität und macht offen für Begegnungen mit Anderen.
· Interkulturelle Bildung stärkt die Fähigkeit zur Wahrnehmung der eigenen Perspektive und zum Perspektivenwechsel.
Die vielfältigen Felder und inhaltlichen Zusammenhänge, die aus interkultureller Perspektive in der pädagogischen Praxis konkret erschlossen werden, können hier nur angedeutet werden:
Auch hier ist nicht entscheidend, wie viele dieser Aspekte jeweils in einer Schule Berücksichtigung finden, sondern vielmehr, in wie weit die von ihr gewählten Schwerpunkte im Unterricht und Schulleben verankert und nicht auf isolierte Einzelprojekte reduziert werden. Entscheidend ist auch, dass die zwischen den verschiedenen interkulturellen Lernfeldern bestehenden Zusammenhänge erkannt und genutzt werden. Die noch in der Praxis oft bestehende Trennung – wenn nicht gar „Konkurrenz“ – z. B. zwischen der Praxis interkulturellen Lernens „in multikulturellen Klassen“ von den schulischen Aktivitäten im internationalen und entwicklungspolitischen Bereich ist aus der ganzheitlichen Perspektive einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung anachronistisch und sowohl pädagogisch als auch bildungspolitisch verfehlt. Auch hier könnte ein „Perspektivwechsel“ bzw. ein Umdenken – bei den Lehrenden eher noch als bei den Lernenden – für das interkulturelle und globale Lernen fruchtbare Impulse bringen, ohne dass dabei auf inhaltliche Akzentuierung und spezifische Profile verzichtet werden müsste.
Ein wesentlicher Bereich in dem immer schon globales und interkulturelles Lernen eine Einheit bildeten, sind Schulpartnerschaften und Partnerschaftsprojekte. Die Arbeit in gemeinsamen Lernprojekten kommt bei der Aufrechterhaltung dieser Projekte allerdings oft zu kurz. In Nord-Süd-Partnerschaften muss von allen Beteiligten erarbeitet werden, weshalb diese Beziehungen für die Bildungsprozesse der Schülerinnen und Schülern hier und dort notwendig sind. Die Überwindung des „Entwicklungshilfe-Syndroms“ bei diesen Long-Distance-Projekten kann nur in gemeinsamen Lernprojekten geschehen.
Nicht haltbar ist heute die Differenzierung von Schulpartnerschaften in Europäische, Nord-Süd oder Ost-West. Alle Partnerschaften haben sich den Ansprüchen einer interkulturellen Bildung zu stellen. Sicherlich sind die Möglichkeiten direkten Austauschs unterschiedlich. Die neuen Möglichkeiten des Internets bieten aber zunehmend auch mit Schulen in Ländern des Südens und des Ostens direktere Kommunikationswege und gemeinsame Lernerfahrungen. Beispielhaft sei hier auf die Partnerschaftsprojekte und -börsen hingewiesen, wie sie im niedersächsischen Bildungsserver präsentiert werden: www.nibis.ni.schule.de/ikb
Auch andere Bundesländer sind bereits mit einer Schulpartnerschaftsbörse im Netz vertreten. Zu der sich noch im Aufbau befindlichen Online-Partnerschaftsbörse in Hamburg gelangt man über www.hh.schule.de/globlern/workshop/boerse/index.htm . Dort finden interessierte Schulen bzw. LehrerInnen Adressen von Organisationen, die bei der Vermittlung von Schulpartnerschaften behilflich sind. Unter dem Stichwort „Eine Welt Schulnetz“ sind dort weiterhin alle Hamburger Schulen aufgeführt, die Partnerschaften mit Schulen oder Projekten in Asien, Afrika oder Lateinamerika haben; die jeweiligen Aktivitäten werden hier vorgestellt.
Ausführliche Anregungen und Informationen zum Aufbau einer Nord-Süd-Partnerschaft finden sich auch auf dem nordrhein-westfälischen Bildungsserver (www.learn-line.nrw.de/angebote/umweltgesundheit/medio/unter/gestalt/nordsued/in_nosue.htm). Hier erhalten Interessierte Hintergrundinfos, nützliche Hilfsmittel wie etwa die „Checkliste vor dem Start“, Finanzierungs- und Literaturtipps sowie eine Reihe von Praxisbeispielen.
„Sichtwechsel – Wege zur interkulturellen Schule“
Das vom Niedersächsischen Kultusministerium herausgegebene Handbuch versteht sich als praxisnaher „Leitfaden zu einem interkulturellen Perspektivwechsel“ in Unterricht und Schulalltag. Es werden Beispiele für eine Behandlung von Unterrichtsthemen aus verschiedenen Sichtweisen in verschiedenen Fächern und Fachbereichen gegeben und Vorschläge für eine interkulturelle Gestaltung des Schullebens und für interkulturelle Projekte skizziert. In einem umfangreichen Serviceteil sind Kontakt- und Beratungsstellen, Unterrichtshilfen, Material- und Medienverzeichnisse sowie weiterführende Literatur aufgeführt. Das Handbuch kann kostenlos angefordert werden.
Niedersächsisches Kultusministerium (Hg.): „Sichtwechsel – Wege zur interkulturellen Schule. Bezug: Niedersächsisches Kultusministerium, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Schiffgraben 12, 30159 Hannover, Tel.: 0511 / 120 7037, Fax: 0511 / 120 7450, e-mail: pressestelle@mk.niedersachsen.de
Schulprojektbörse PLANET SOCIETY
Eine Schulprojektbörse im Internet zu Themen wie Nord-Süd Beziehungen, Multikulturalität, Frieden, Menschenrechte und Nachhaltigkeit hat die entwicklungspolitische Bildungs- und Schulstelle BAOBAB eingerichtet (www.globaleducation.at ). Ziel der Schulprojektbörse ist es, die zahlreichen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen entwickelten Aktionsideen, Initiativen, Materialien oder Ausstellungen im Internet vorzustellen, andere Schulen damit zur Durchführung eigener Projekte anzuregen, Kommunikation und Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Schulen wie auch zwischen Lehrern und Schülern zu verbessern wie auch nicht zuletzt ProjektpartnerInnen im Süden zu finden. Mitmachen können LehrerInnen und SchülerInnen aller Schultypen und –stufen.
Veranst./Info: BAOBAB, Berggasse 7/ 2. Stock, A-1090 Wien, Tel.: 0043 / 01 / 3193073, Fax: 0043 / 01 / 3193073-290, e-mail: baobab@oefse.at
Die „Schultour 2001“ zum Thema Fairer Handel in Niedersachsen
Nach den guten Erfahrungen des letzten Jahres veranstaltet das Klimabündnis Niedersächsischer Schulen (KlinSch) im Rahmen der Fair-Handels Kampagne des VEN vom 20.8. bis zum 20.9.2001 eine zweite „Schultour“, in diesem Jahr zum Thema Fairer Handel. Den teilnehmenden Schulen wird dabei die Chance gegeben, sich aus erster Hand über die Situation von Menschen auf drei verschiedenen Kontinenten zu informieren. Die Fairtour besteht aus drei Phasen und beinhaltet zunächst die Einbettung der Thematik in den Unterricht (z.B. WTO, Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Nord-Süd-Gefälle, Menschenrechte). Anschließend besuchen die ReferentInnen aus ProduzentInnenkooperativen für einen Tag die Schule, berichten etwa über die Kakaoproduktion in Bolivien oder die Textilindustrie in Indien; in einer dritten Phase wird die Fairtour mit Schul-AG´s und anderen Aktionen nachbereitet. Teilnehmen können alle Schulen aus Niedersachsen ab der 7. Klasse. Zur Vorbereitung gibt es ein Planungsseminar am 25.4.01 in Hannover (Anmeldung bis zum 20.4.01 bei KlinSch).
Veranst./Info: KlinSch e.V., Goebenstr. 3A, 30161 Hannover, Tel.: 0511 / 621311, Fax: 0511 / 3945459, e-mail: klimaschul@aol.com
Bilinguales Lernen Online - Das Internet-Portal für bilingualen Unterricht
Für den bilingualen, interkulturellen Sachfachunterricht "alles an einem Platz" zu versammeln – dies war das Ziel der Arbeitsstelle "Interkulturelles Lernen" im Hessischen Landesinstitut für Pädagogik in Frankfurt bei der Erstellung eines Internet-Portals zum bilingualen Lernen. Unter www.lernen.bildung.hessen.de/faecher/bilingual/index_portal finden LehrerInnen und Interessierte Anregungen, Materialien und vor allem viele Hinweise auf interessante Quellen, Schulbuchverlage und andere Medien. Weitere Informationen zur Arbeitsstelle erhält man auch unter www.bildung.hessen.de/anbieter/help/frankf/interkul/index.htm.
Info: Hessisches Landesinstitut für Pädagogik (HeLP), Regionalstelle Frankfurt, Georg Gräf, Gutleutstr. 8-12, 60329 Frankfurt, Tel.: 069 / 24265810, Fax: 069 / 2568-237, e-mail: ggraef@help-pi.f.shuttle.de
MATERIALIEN
Mit Weitblick handeln – Vorschläge für die Nord-Süd-Arbeit
In dieser u.a. von der Aktionsgemeinschaft Humane Welt e.V. herausgegebenen Broschüre finden sich Ideen und Anregungen, wie innerhalb von Agenda-Prozessen Nord-Süd-Themen berücksichtigt werden können. In dem schön gestalteten Heft werden auf 48 Seiten Initiativen, Kampagnen und „gute Beispiele“ aus den Bereichen Schule und Bildung, Kultur, Verkehr & Energie sowie aus Handel, Wirtschaft und Verwaltung vorgestellt.
Bezug: Aktionsgemeinschaft Humane Welt e.V., Auf dem Thie 7, 48431 Rheine, Tel.: 05971 / 15121, Fax: 05971 / 10006, e-mail: AHW-Rheine@gmx.de
Kunterbunte Jugendkiste gegen Rassismus
Eine Zusammenstellung von über 70 Büchern, Spielen, CD-ROMs, Cassetten und Videos umfasst die Kunterbunte Jugendkiste mit „Materialien gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit für Jugendliche gegen Rassismus“, die das Internationale Beratungszentrum für Aussiedler, ausländische Flüchtlinge und deutsche Bürger vorgestellt hat. Die Kiste kann gegen eine Gebühr von DM 25,- ausgeliehen werden.
Bezug: Internationales Beratungszentrum für Aussiedler, ausländische Flüchtlinge und deutsche Bürger, Walkemühle 1a, 31785 Hameln, Tel.: 05151 / 44441, Fax: 05151 / 44471
„Afrikanische Musik erfahren“ – eine Musikkiste der AKTION 3. WELT Saar
Eine Musikkiste zum Einsatz in Kindergärten und Grundschulen hat die Beratungsstelle „Globales Lernen“ der AKTION 3. WELT Saar erstellt. In der Kiste finden sich verschiedene Musikinstrumente wie eine Kinderdjembe, einen Doppelgong, eine Kürbisrassel sowie Bücher, Unterrichtseinheiten, eine Hörcassette und CDs. Für die Lehrkräfte und ErzieherInnen enthält die Kiste didaktisch-konzeptionelle Vorschläge, Bastelanleitungen für Musikinstrumente, Hintergrundinformationen über die kulturelle und soziale Bedeutung von Musik sowie weitere Buchtipps.
Verleih/Info: AKTION 3. WELT Saar, Weiskirchener Str. 24, 66679 Losheim am See, Tel.: 06872 / 9930-56, Fax: 06872 / 9930-57, e-mail: a3wsaar@t-online.de
„Afrika Kultur“ – Materialien zur Kunst, Architektur und Literatur eines Kontinents
Der neue Materialienband von Misereor widmet sich dem Thema Kunst, Architektur und Literatur Afrikas. Neben einer kritischen Reflektion der Begriffe Kultur – Hochkultur – Unkultur liefert der Band umfangreiche Informationen, Arbeitsblätter und didaktische Anregungen z.B. zu den Themen moderne Malerei, Fotografie in und über Westafrika, alte Maskentradition, Lehmarchitektur oder Gegenwartsliteratur.
Die Materialien sind geeignet für die Sek. II und die Erwachsenenbildung (DM 32,-, Best.-Nr.: 529900).
Versand/Info: Misereor Medienproduktion und Vertrieb, Postfach 1450, 52015 Aachen, Tel.: 0241 / 47986-41 oder 0180 / 5200210, Fax: 0241 / 47986-45, e-mail: MVG@misereor.de, web: www.misereor.de/mvg_shop.htm
Projektmappe Afrikanische Religionen
Voodoo, Fetischglaube und „Naturreligion“ – das fällt uns beim Thema „Afrikanische Religionen“ meist zuerst ein. Die Auseinandersetzung des „aufgeklärten Abendlandes“ gerade mit den afrikanischen Religionen reicht von brutaler Unterdrückung über die „Heiden-Mission“ bis zur kritiklosen Übernahme bestimmter Kulte in der Esoterikbewegung. In der 74-seitigen Projektmappe, einsetzbar ab Klasse 8, werden u.a. folgende Fragen behandelt: Gibt es überhaupt „die“ afrikanische Religion? Was sind eigentlich die Glaubensinhalte? Wie erklären afrikanische Religionen die Welt, wie ihren Ursprung?
Regina und Gerd Riepe: Projektmappe Afrikanische Religionen. Mülheim, Verlag an der Ruhr 2000. Best.-Nr. 2568, DM 36,-, ISBN 3-86072-568-8. Bezug: pädexpress, Verlagsauslieferung, Postfach 120363, 45439 Mülheim an der Ruhr, Tel.: 0208 / 49 50 40, Fax: 0208 / 495 0 495, e-mail: info@paedexpress.de
Neue Jugendvideoproduktionen zu Interkulturalität und Rassismus
Das Medienprojekt Wuppertal bietet zwei neue Jugendvideoproduktionen zum Themenkreis „Migration, Leben zwischen den Kulturen“ und „Rassismus / Rechtsextremismus“ zum Ankauf und zur Ausleihe an. „Enthüllungen“ heißt eine 22-minütige Videoproduktion zum Kopftuch-Tragen von muslimischen Mädchen und jungen Frauen in Deutschland. In drei Personenportraits wird gezeigt, wie und warum diese Muslima mit dem Kopftuch leben und wie ihr privates, schulisches und Arbeitsfeld reagiert (Kauf DM 50,-, Ausleihe DM 20,-).
In dem Paket „Rassismus / Rechtsextremismus“ sind insgesamt 22 Einzelfilme (Gesamtlänge 140 min.) zu den Themenbereichen „Interkulturell“, „Nationalismus“, „Faschismus“, „Flüchtlinge“ und „Dritte Welt / Eine Welt“ zusammengestellt (Kauf DM 100,-, Ausleihe 30,-). Der Gesamtkatalog kann angefordert werden.Bezug/Info: Medienprojekt der Stadt Wuppertal, Hofaue 55, 42103 Wuppertal, Tel.: 0202 / 563 2647, Fax: 0202 / 44 68 691, e-mail: borderline@wuppertal.de, web: www.wuppertal.de/borderline
HINTERGRUND
Handbuch Gruppenarbeit interkulturell
Das im Wochenschau-Verlag in Kürze erscheinende Handbuch konzentriert sich auf die pädagogischen Anforderungen, die sich für die Erwachsenenbildung durch den Umgang mit Menschen unterschiedlicher Herkunftskulturen ergeben. Unter dem Blickwinkel inter- und multikultureller Erziehung werden u.a. folgende Aspekte beleuchtet: die Geschichte der Interkulturellen Pädagogik in der Erwachsenenbildung, die Relevanz interkulturellen Lernens in Gruppen vor dem Hintergrund von Migration und multikultureller Gesellschaft, theoretische Grundlagen gruppenpädagogischer Arbeit. Weiterhin werden verschiedene Modelle und Methoden zur Unterstützung interkultureller Lernprozesse in Gruppen vorgestellt.
Veronika Fischer, Desbina Kallinikidou (Hg.): Handbuch Gruppenarbeit interkulturell. Schwalbach/Ts., Wochenschau-Verlag 2001, Reihe Politik und Bildung, Band 20, ca. 400 S, ca. DM 68,-, ISBN 3-87920-628-7
Zwischen den Kulturen
Pädagogen und Sozialpädagogen werden mit interkulturellen Lebenswirklichkeiten konfrontiert, in denen verschiedene Identitäts- und Normalitätsentwürfe aufeinander treffen und in denen unterschiedliche Chancen zur sozialen Teilhabe und Lebensgestaltung enthalten sind. Vor diesem Hintergrund führt dieser Band zunächst in die Grundlagen der Interkulturalitätsdiskussion ein. Darauf aufbauend werden Konzepte und Arbeitsansätze vorgestellt, die in pädagogischen und sozialpädagogischen Handlungsfeldern wie Schule, Beratung, internationalem Austausch und Entwicklungshilfe versuchen, den neuen Anforderungen Rechnung zu tragen. Auf diese Weise liefert das Buch einen Überblick über die unterschiedlichen Zugänge zur Interkulturalitätsproblematik.
Marion Gmende u.a. (Hg.): Zwischen den Kulturen. Pädagogische und sozialpädagogische Zugänge zur Interkulturalität. Weinheim, Juventa 1999, 264 S., DM 48,-, ISBN 3-77991-305-4
Partnerschaft ist Thema der ZEP
Viele Organisationen reflektieren heute neu über die Perspektiven internationaler Partnerschaft und Solidarität; das Jonglieren mit dem Begriff „Partnerschaft“ ist omnipräsent. Hier schließen sich jedoch Fragen nach dem Verständnis von „Partnerschaft“ an: welche „Partner“ treffen aufeinander? Welche Aufgaben, aber auch welche Rechte und Pflichten haben die Partner aus dem Norden und dem Süden? Das Heft versucht, Antworten zu geben und die Diskussion anzuregen. So werden in einem Beitrag zwei Beispiele internationaler Schulpartnerschaften vorgestellt, ein weiterer bilanziert kritisch die zwischenkirchlichen Nord-Süd-Partnerschaften. Im hinteren Teil des Heftes finden sich weiterhin Kurzberichte, Rezensionen und Hinweise auf Unterrichtsmaterialien.
ZEP, Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik, 23. Jg., Heft 4/2000. ISSN 1434-4688 D. Bezug: Verlag für Interkulturelle Kommunikation (IKO), Postfach 900421, 60444 Frankfurt/M., Tel.: 069 / 784808
Berlin macht Schule. 10 Berliner SChulen tragen zur Umsetzung der Agenda 21 bei. Eine Projekt-Dokumentation
In einem ersten Teil der Dokumentation werden die Projekte der beteiligten zehn Schulen kurz zusammengefasst dargestellt. Im zweiten Teil sind ausgewählte Unterrichts- und Aktionsbeispiele vorgestellt, die im Rahmen der Schulprojekte durchgeführt wurden und die Anregungen und Ideen für die praktische Arbeit in der Schule liefern. Das Projekt „Berlin macht Schule“ zeige, so die Autoren, dass es möglich ist, trotz struktureller und alltäglicher Probleme der Schule von heute, engagiert und zukunftsorientiert zu arbeiten.
Bezug: Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum (EPIZ) e.V. Berlin, Gneisenaustr. 67, 10961 Berlin, Tel.: 030 / 692 64 18/19, Fax: 030 / 692 64 19, e-mail: epiz-berlin@t-online.de, web: www.epiz-berlin.de
Afrika im Schatten der Aufklärung: Das Afrikabild bei Kant und Herder
Schon zu einem frühen Zeitpunkt sind die Afrikaner Gegenstand von Kants Ästhetik des Erhabenen, dann einer neuen Rassentheorie und schließlich der Geschichtsphilosophie. Entgegen insgesamt positiv gestimmter Reiseberichte des 18. Jahrhunderts kommt Kant zu radikal abweichenden Ergebnissen: Die Afrikaner haben ihre Entwicklung zur Vernunft, dem Ziel der menschlichen Geschichte, buchstäblich verpasst. Kants Schüler Herder hingegen wendet sich gegen diese eurozentristische Denkweise und die Auseinandersetzung mit beider Positionen gewährt einen tiefen Einblick in die Problematik der Leitideen der Aufklärung. Die Gegensätze zwischen den beiden weltanschaulichen Konzepten prägen nicht nur bis heute die Diskussionen in der Philosophie, sondern auch in der heutigen Ethnologie und internationalen Politik.
Wolbert Smidt: Afrika im Schatten der Aufklärung: Das Afrikabild bei Immanuel Kant und Johann Gottfried Herder. Bonn, Holos-Verlag 2000, 211 S., DM 36,-, ISBN 3-86097-345-2. Bezug: Holos-Verlag, Ermekeilstr. 15, 53113 Bonn, Tel.: 0228 / 263020, Fax: 0228 / 212435, e-mail: info@holos-verlag.de
ANGEBOTE
Veranstaltungen für Schulklassen vom EPIZ Berlin
Das EPIZ bietet für Berliner Schulen anschauliche, teilnehmeraktivierende und informative Veranstaltungen zu unterschiedlichen entwicklungsbezogenen Themen an, die z.B. in Projekttagen, im fächerübergreifenden Unterricht, in Sachkunde, Sozialkunde, Geographie oder Politischer Weltkunde behandelt werden. Für die Grundschule gibt es u.a. die Themen „Alltagsleben der Kinder in einem Land des Südens“ oder „Kinderspiele aus Afrika, Asien oder Lateinamerika“, in der Sekundarstufe I sind Veranstaltungen zu den Themen „Fluchtbewegungen und ihre Ursachen“ oder „Kinderarbeit und Kinderrechte“ möglich, für die Sek. II eignen sich Themen wie „Fairer Handel“ oder „Entwicklungshilfeprojekte“.
Alle Themen können zudem für die verschiedenen Altersgruppen angepasst werden.
Info: Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum (EPIZ) e.V. Berlin, Gneisenaustr. 67, 10961 Berlin, Tel.: 030 / 692 64 18/19, Fax: 030 / 692 64 19, e-mail: epiz-berlin@t-online.de, web: www.epiz-berlin.de
Einen Tag auf Entdeckungsreise! Projekttage mit der Ökumenischen Werkstatt
Angebote für Unterrichtsprojekte, bei denen die SchülerInnen verstehen lernen, wie Menschen in anderen Ländern leben, hält die Ökumenische Werkstatt des Berliner Missionswerkes bereit. Die Angebote beinhalten eine Erlebnisausstellung, Dias, Bilder, Musizieren auf landestypischen Instrumenten, Spiele, Bastelangebote und können auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt werden. Zielgruppe sind Schulklassen der Grundschule und der Sek. I. Der Projekttag kann an der interessierten Schule, aber auch im Missionswerk veranstaltet werden. Die verschiedenen Projekte:
Reiseziel Tansania: „Daudi aus Tansania lädt ein“ Die Schülerinnen und Schüler erleben mit dem Jungen Daudi anhand von magnetischen Spieltafeln etwas vom Kinderalltag in einem Dorf in Tansania.
Reiseziel Korea: „Jung Woo aus Korea erzählt“ Die Schülerinnen und Schüler erfahren etwas über Kultur und Kirchen in Korea, über Rollenunterschiede von Jungen und Mädchen, den Konflikt zwischen Tradition und Moderne, über das Leben in einem geteilten Land.
Reiseziel Südafrika: „Ich will lernen“ Was bedeutet das Recht auf Bildung für Sponagalisu Tshabala, den schwarzen Jungen in Südafrika? Die Schülerinnen und Schüler erfahren etwas davon, wie das Recht auf Bildung im neuen Südafrika umgesetzt werden kann.
Veranst./Info: Berliner Missionswerk, Ökumenische Werkstatt, Georgenkirchstr. 70, 10249 Berlin, Frau Bindemann, Tel.: 030 / 24 34 41 23, Fax: 030 / 24 34 41 24, e-mail: missionswerk@berlin.snafu.de
AUS BUND UND LÄNDERN
Bund
Bundeskonferenz zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit
Kommunale Entwicklungszusammenarbeit gewinnt immer größere Bedeutung auf bundesdeutscher und internationaler Ebene. Dieses Fazit zogen über 180 TeilnehmerInnen in Bonn anlässlich der unter dem Motto „Globalisierung gestalten: ohne Kommunen?“ vom 8.-10.2.2001 tagenden 8. Bundeskonferenz. VertreterInnen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen saßen gemeinsam an einem Tisch: Eine-Welt-Engagierte aus zahlreichen Nichtregierungsorganisationen und PolitikerInnen diskutierten mit MitarbeiterInnen von Kommunen und ihren Spitzenverbänden sowie von staatlichen und multilateralen Entwicklungsorganisationen über die Zukunft einer partnerschaftlichen Nord-Süd- bzw. Nord-Ost-Zusammenarbeit. Mit dabei waren erstmals Gäste aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Das auf der Konferenz verabschiedete „Memorandum für eine partnerschaftliche Entwicklung“ ist in Kürze unter www.zke.org zu einzusehen.Gründung einer Servicestelle für kommunale Entwicklungszusammenarbeit beschlossen
Als Konsequenz aus dem Beschluss der Ministerpräsidenten von 1988, der der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit besondere Bedeutung beimisst und in Folge des 1990 vom WUS unter Zusammenarbeit weiterer NRO durchgeführten Kölner Bildungskongress "Der Nord-Süd-Konflikt - Bildungsauftrag für die Zukunft" wurde im Jahr 1991 die "Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd" gegründet. Die positiven Erfahrungen, die die 13 beteiligten Bundesländer mit dieser Einrichtung machten, stehen Pate bei der nun zu gründenden Servicestelle für kommunale Entwicklungszusammenarbeit, die ab dem Jahr 2002 unter dem Dach der Carl Duisberg Gesellschaft eingerichtet wird. Aufgabe der Servicestelle wird sein, die vielfältigen Erfahrungen der Städte und Gemeinden, der lokalen Initiativen vor Ort, aber auch der Landesnetzwerke der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen zu bündeln und allgemein zugänglich zu machen.
Info: Zentrum für kommunale Entwicklungszusammenarbeit (ZKE), Langer Grabenweg 46, 35175 Bonn, Tel.: 0228 / 8107-173, Fax: 0228 / 8107-484, e-mail: iris.schoeninger@zke.org
Länder
Umfrage zum Stand der Umsetzung der KMK-Empfehlungen
Die ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland hat im Februar 1997 eine Empfehlung zu „`Eine Welt / Dritte Welt´ in Unterricht und Schule“ abgegeben, nach der Entwicklungspolitische Bildung in Schulen gestärkt werden soll. Vier Jahre nach dem Beschluss der KMK dokumentiert die WUS-Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd den Stand der Umsetzung in den Ländern. Beleuchtet werden dabei u.a. die Verankerung der Themenbereiche in der Lehrplanentwicklung und der Lehreraus- und –fortbildung.
Bezug/Info: WUS-Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, Goebenstr. 35, 65195 Wiesbaden, Tel.: 0611 / 9446170, Fax: 0611 / 446489, e-mail: info@wusgermany.de
Baden-Württemberg
Der Bericht der Landesregierung von Baden-Württemberg über entwicklungspolitische Maßnahmen in den Jahren 1998 und 1999 liegt nun vor. Neben der Vorstellung der einzelnen Projekt- und Programmförderungen und den ausführlichen Länderberichten finden sich dort ebenfalls aufgelistet die Eckdaten der Maßnahmen in der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit sowie die Aktivitäten im Bereich Schul- und Hochschulpartnerschaften.
Bezug: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, Referat Entwicklungszusammenarbeit, Theodor-Heuss-Str. 4, 70174 Stuttgart, Tel.: 0711 / 123-0, e-mail: poststelle@wm.bwl.de
Bremen
Unter dem Titel „Auf dem Weg... – Lernen für die Zukunft an Schulen im Lande Bremen“ hat das Bremer Landesinstitut für Schule eine Broschüre mit Empfehlungen herausgegeben, in der die Hintergründe und die zentralen Herausforderungen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schule und Unterricht formuliert, Lerninhalte vorgestellt und Beratungsangebote genannt werden. Unter gleichem Titel erscheinen weiterhin in unregelmäßigen Abständen Beiträge für eine Lose-Blatt-Sammlung, die LehrerInnen Anregungen und Hinweise für eine Bildung im Sinne der Agenda 21 geben. Je ein thematischer Schwerpunkt wird kurz erläutert (zuletzt „Agenda 21“ und „Exotische Früchte“) und ein möglicher Unterrichts- oder Projektverlauf skizziert.
Bezug/Info: Arbeitsfeld Umwelt und Entwicklung am Landesinstitut für Schule, Bremen, Am Weidedamm 20, 28215 Bremen, Tel.: 0421 / 361-14451, Fax: 0421 / 361-14476, web: www.lis.bremen.de/wis/fup/arbeitsfelder/uwe
creating better cities. together.
Vom 4. bis 7. April 2001 findet die zweite internationale Konferenz zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Wirtschaft auf lokaler Ebene in Sinne der Agenda 21 statt. Ziel der Konferenz, die auf die "bremer initiative" zurückgeht, ist es, auf globaler Ebene voneinander zu lernen und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Gleichzeitig wird der "bremen partnership award" verliehen, mit dem die besten Beispiele gelungener lokaler Partnerschaftsarbeit prämiert werden.
Die "bremen initative" basiert auf der Bremer Abschlusserklärung der ersten Internationalen Konferenz "Bremen und Kommune - Neue Partnerschaften für das 21. Jahrhundert", die 1997 in Bremen veranstaltet wurde.
Veranst./Info: Der Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit mit dem Landesamt für Entwicklungszusammenarbeit, Gunther Hilliges, Kirchenstr. 4-5a, 28195 Bremen, Tel.: 0421 / 361-2194, Fax: 0421 / 361-2648, e-mail: ghilliges@lafez.bremen.de
Hessen
Hessen in der Welt – Die Welt in Hessen
Erstmalig wird anlässlich eines „Hessentags“ vom 18. – 27. Mai 2001 in Dietzenbach unter dem Motto „Hessen in der Welt – die Welt in Hessen“ eine Sonderausstellung des für die Entwicklungszusammenarbeit des Landes Hessens federführenden Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung als Plattform für das entwicklungspolitische Engagement hessischer NRO angeboten. Mit Sonderschauen beteiligen sich u.a. die Christoffel-Blindenmission, die Karl-Kübel-Stiftung und der Werkhof Darmstadt. Die Koordination der Ausstellung erfolgt über den WUS.
Info: WUS-Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, Goebenstr. 35, 65195 Wiesbaden, Tel.: 0611 / 9446170, Fax: 0611 / 446489, e-mail: info@wusgermany.de
Hamburg
Globales Lernen gleichberechtigt neben der Umweltbildung
Unter dem Titel „Bildung für eine zukunftsfähige Entwicklung“ fand am 20. Februar 2001 in Hamburg das Treffen des Zukunftsrats statt. Zu diesem Anlass gab Schulsenatorin Ute Pape bekannt, dass entwicklungspolitische Bildung / Globales Lernen in Hamburg als eigenes „Aufgabengebiet“ neben der Umweltbildung als zweite Säule einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aufgewertet wird. Noch in diesem Jahr soll dazu an die Hamburger Schulen ein Rahmenplan ergehen. Mit der Entscheidung für diesen bundesweit ersten Bildungsplan für Globales Lernen wurde eine wegweisende Strukturentscheidung getroffen, die den Engagierten im Bereich der entwicklungsbezogenen Bildung eine klare Arbeitsgrundlage schafft, die auch für die Lehreraus- und –fortbildung Folgen haben wird.
Info: Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V., Esplanade 15, 20354 Hamburg, Tel.: 040 / 358 93 86, Fax: 040 / 358 93 88, e-mail: ewnw-hamburg@t-online.de , web: www.ewnw-hamburg.de
Niedersachsen
2001 soll das Jahr des Fairen Handels werden
Nach dem Vorbild Schleswig-Holstein werden nun auch Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Bereich des Fairen Handels aktiv. In Niedersachsen haben sich die Organisatoren vorgenommen, den Bekanntheitsgrad fair gehandelter Produkte und die Prinzipien des Fairen Handels sowie die Nachfrage nach fair gehandelten Produkten zu steigern. Über die landesweite Kampagne des Verbandes Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) und darüber, wie eine Beschäftigung mit dem Fairen Handel in Unterricht und Schule aussehen kann, informiert die neueste Ausgabe von „Welt & Schule“, der Zeitschrift des Arbeitskreises „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Globales Lernen“.
Welt & Schule, Nr.3, Februar 2001. Bezug/Info: Projektbüro VNB/VEN, Bahnhofstr. 16, 49406 Barnstorf, Tel.: 05442 / 991027, Fax: 05442 / 2241, e-mail: barnstorf@vnb.de
Nordrhein-Westfalen
Erklärung des Kongresses „NRW in globaler Verantwortung“ liegt vor
Zwei Tage diskutierten die etwa 700 TeilnehmerInnen des Kongresses aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft über Strategien für eine nachhaltige Entwicklung im bevölkerungsreichsten Bundesland. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung plädierten sie u.a. für eine ökologische Modernisierung der Wirtschaft, ein auf mehr Internationalität und interkultureller Kompetenz ausgerichtetes Bildungssystem wie für eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Ländern des Südens und Ostens.
Mittlerweile hat Nordrhein-Westfalen einen „Regierungsausschuss Agenda 21“ etabliert, der Maßnahmen zur Nachhaltigkeit fördern und die Aktivitäten der Landesregierung koordinieren soll.
Die Abschlusserklärung ist einsehbar bzw. steht zum download bereit unter www.murl.nrw.de/sites/specials/titel2.htm und wird Eingang finden in die in Kürze erscheinende Kongressdokumentation.
Bezug/Info: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Schwannstr. 3, 40476 Düsseldorf, Tel.: 0211 / 4566-0, Fax: 0211 / 4566-388
Saarland
Seit Ende letzten Jahres ist das „Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland“ (NES) mit einer eigenen Seite im Internet. Unter www.nes-web.de finden Interessierte alles über das Landesnetzwerk, außerdem aktuelle Informationen zu Veranstaltungen im Saarland, Wissenswertes über Themen und Akteure sowie Links zu entwicklungspolitischen Organisationen im übrigen Bundesgebiet.
Info: Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. (NES), c/o Zentrum Europa und Dritte Welt, Am Markt Zeile 6, 66125 Dudweiler, Tel.: 06897 / 798-163, Fax: 06897 / 798-162, e-mail: info@nes-web.de, web: www.nes-web.de
EINE WELT VERANSTALTUNGSKALENDER
April
2. - 3. April 2001: Balance mit den Kulturen. Studienseminar zur interkulturellen Pädagogik für Multiplikatoren in Hamminkeln. Veranst./Info: Akademie Klausenhof, Klausenhofstr. 100, 46499 Hamminkeln, Tel.: 02852 / 890, Fax: 02852 / 89300, e-mail: akademie.klausenhof@t-online.de , web: www.akademie-klausenhof.de
2. - 3. April 2001: Training für Toleranz und Weltoffenheit. Seminar in Fohrde. Veranst./Info: Villa Fohrde e.V., August-Bebel-Str. 42, 14798 Fohrde, Tel.: 03834 / 50282, Fax: 03834 / 51879, e-mail: villa-fohrde@gmx.de , web: www.villa-fohrde.de
2. - 4. April 2001: Integration, interkulturelles Lernen und Schulprogramm. Fortbildung für Mitarbeiter/innen der Regionalstellen und Initiator/innen an Schulen mit hohem Zuwandereranteil in Weilburg. Veranst./Info: Hessisches Landesinstitut für Pädagogik (HeLP), Regionalstelle Lahn-Dill u. Limburg-Weilburg, Karl Ludwig Bleicher, Mühlberg 2 (im Schloß), 65549 Limburg, Tel.: 06431 / 22665, Fax: 06431 / 27655, e-mail: poststelle@rs-lm.help.hessen.de
3. April 2001: Kinderarbeit hier und anderswo. Eine Fortbildungsveranstaltung in Berlin. Veranst./Info: Comenius-Institut, Fachstelle für entwicklungsbezogene Pädagogik, Frau Dr. Gisela Führing, Goethestr. 26-30, 10625 Berlin, Tel.: 030 / 319 12 85, Fax: 030 / 319 13 00, e-mail: ci-fep@t-online.de
4. April 2001: Globalisierung und Globales Lernen. Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte in Fuldatal. Veranst./Info: Hessisches Institut für Pädagogik, Reinhardswaldschule, Rothwestener Straße 2-14, 34233 Fuldatal, Tel.: 0561 / 8101 0, Fax: 0561 / 8101 100
9. April 2001: Das interkulturelle Schulhaus. Fortbildung für SchulleiterInnen und Lehrkräfte aller Schulstufen in Berlin. Veranst./Info: Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM), Alte-Jakobstr. 12, 10969 Berlin-Kreuzberg, Tel.: 030 / 90172-111, Fax: 030 / 90172-269, e-mail: Verwaltung@bil.Verwalt-Berlin.de , web: www.bil.be.schule.de
10. - 11. April 2001: Globales Lernen in der beruflichen Bildung. Fachtagung in Ludwigsfelde. Veranst./Info: Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit (GSE) e.V., Bildung Brandenburg, Warschauer Str. 58-59, 10243 Berlin, Tel./Fax: 030 / 296 08 25, e-mail: gse.brandenburg@t-online.de
21. April 2001: ProduzentInnen und VerbraucherInnen im Fairen Handel zusammenbringen. Vorbereitung des Europäischen Weltladentages und der Aktion "Ein Brief aus dem Süden". Veranstaltung in Stade. Veranst./Info: VEN, Weltladen-Dachverband, Weltladen Stade, Husarenstr. 27, 30163 Hannover, Tel.: 0511 / 391650, Fax: 0511 / 391675, e-mail: hannover@ven-nds.de , web: www.ven-nds.de
24. - 26. April 2001: Nachhaltigkeit durch Planspiele erfahrbar machen. Ein Seminar für im Agenda-Prozess Tätige, Multiplikatoren im Bereich nachhaltiger Entwicklung und Kommunikation, Moderatoren und Gestalter von Gruppenprozessen in Dresden. Veranst./Info: Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt, Neustädter Markt 19, Blockhaus, 01097 Dresden, Tel.: 0351 / 5646956, Fax: 0351 / 5642289, e-mail: poststelle@lanu.smul.sachsen.de
25. April 2001: Das Aroma der Gerechtigkeit genießen. Menschen- und umweltgerechtes Handeln werden im Rahmen einer Kinderwerkstatt für 8- bis 12-Jährige "probiert". Veranstaltung in Ellwangen. Veranst./Info: Werkstatt solidarische Welt, Rotenbacher Str. 8, 73472 Ellwangen/Jagst, Tel.: 07961 / 90 55 30, Fax: 07961 / 90 55 66, e-mail: wsw.comboni@t-online.de
26. April 2001: Interkulturelle Bildung und Erziehung. Landesfachtag in Neumünster für Lehrkräfte in Schleswig-Holstein. Veranst./Info: Landesinstitut Schleswig-Holstein für Praxis und Theorie der Schule (IPTS), Schreberweg 5, 24119 Kronshagen, Tel.: 0431 / 5403-0, Fax: 0431 / 5403-200, e-mail: ipts@ipts.de , web: www.ipts.de
30. April - 4. Mai 2001: Andere Länder - andere Sitten. Dialogfähige entwicklungspolitische Bildungs- und Begegnungsarbeit. Seminar für MultiplikatorInnen in der Jugendarbeit in Josefstal/Oberbayern. Veranst./Info: Projektstelle für entwicklungsbezogene Jugendbildung, Evangelisches Jugendheim Hirschluch, Eberhard Schäfer, 15859 Storkow, Tel.: 033678 / 695-14, Fax: 033678 / 695-99, e-mail: eberhard.schaefer@freenet.de
Mai
2. Mai 2001: Blumen für Gerechtigkeit. Internationale Menschenrechte und Blumenproduktion. Veranstaltung in Rostock. Veranst./Info: GSE e.V., Gerberbruch 14, 18055 Rostock, Tel.: 0361 / 4902410, Fax: 0361 / 4902491, e-mail: gse.hro@t-online.de , web: www.moin.de/gse-mv
3. und 10. Mai 2001: Arbeit an Unterrichtseinheiten unter interkultureller Perspektive. Seminar für Lehrkräfte aller Schulstufen in Berlin. Veranst./Info: Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM), Alte-Jakobstr. 12, 10969 Berlin-Kreuzberg, Tel.: 030 / 90172-111, Fax: 030 / 90172-269, e-mail: Verwaltung@bil.Verwalt-Berlin.de , web: www.bil.be.schule.de
4. - 6. Mai 2001: Toleranz und Perspektivenwechsel - Zielsetzungen globaler Partnerschaft und nachhaltiger Bildung. Fachtagung für LehrerInnen aller Schulformen und -stufen in St. Andreasberg. Veranst./Info: Initiativen Partnerschaft Dritte Welt, Keßlerstr. 52, 31134 Hildesheim, Tel.: 05121 / 1695-0, Fax: 05121 / 1695-296, e-mail: ip3@nibis.ni.schule.de
7. - 8. Mai 2001: Training für Toleranz und Weltoffenheit. Seminar in Fohrde (zweiter Termin: 5. - 6. Juni 2001). Veranst./Info: Villa Fohrde e.V., August-Bebel-Str. 42, 14798 Fohrde, Tel.: 03834 / 50282, Fax: 03834 / 51879, e-mail: villa-fohrde@gmx.de , web: www.villa-fohrde.de
8. Mai 2001: Leben und Lernen in Senegal. Ein Vortrag zu Methoden des interkulturellen Lernens mit anschließendem Obstworkshop in Bitterfeld. Veranst./Info: Eine-Welt-Haus Halle e. V., Schopenhauer Str. 3, 06114 Halle (Saale), Tel.: 0345 / 529 42 60, Fax: 0345 / 529 42 61, e-mail: ewhaus1@regionett.de
8. - 10. Mai 2001: EXIT: Wege aus der Gewalt für Kinder und Jugendliche. Internationale Konferenz in Osnabrück. Veranst./Info: terre des hommes Deutschland e.V., - Exit - , Postfach 4126, 49031 Osnabrück, Tel.: 0541 / 71010, Fax: 0541 / 707233, e-mail: exit@thd.de
8. - 11. Mai 2001: Kinder haben Rechte - haben Kinder Rechte? Fortbildung für ErzieherInnen aus Kindertagesstätten, LehrerInnen in Ganztagsschulen und MitarbeiterInnen der offenen Kinderarbeit in Berlin. Veranst./Info: Eine Welt im FEZ, Eichgestell, 12459 Berlin, Tel.: 030 / 530 71 291, Fax: 030 / 535 32 95, e-mail: eineweltimfez@gmx.de
11. - 13. Mai 2001: Theater und andere kreative Methoden in der Eine - Welt - Arbeit. Veranstaltung in Kochel. Veranst./Info: Kirchlicher Entwicklungsdienst (KED) in Bayern, Pirckheimerstr. 33, 90408 Nürnberg, Tel.: 0911 / 9354351, Fax: 0911 / 9354359, e-mail: ked-bayern@odn.de , web: www.ked-bayern.apc.de
16. - 18. Mai 2001: Kulturen und Entwicklung. Ein Workshop interkulturellen Lernens in Bad Boll. Veranst./Info: Evangelische Akademie Bad Boll, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll, Tel.: 07164 / 79266, Fax: 07164 / 791249, e-mail: helga.steck@ev-akademie-boll.de, web: www.ev-akademie-boll.de
17. – 18. Mai 2001: Interkulturelles Lernen im Dialog. LehrerInnen und ausländische Studierende aus Hessen diskutieren über Möglichkeiten einer gemeinsamen Gestaltung Interkulturellen Lernens in der schulischen Bildungsarbeit. Seminar in Falkenstein. Veranst./Info: World University Service, Goebenstr. 35, 65195 Wiesbaden, Tel.: 0611 / 94461-71, -70, Fax: 0611 / 446489, e-mail: jaeger@wusgermany.de oder janzen@wusgermany.de
18. Mai 2001: Leben und Lernen in der Einen Welt - Interkulturelle Begegnung. Fortbildung für Lehrkräfte an Grund- und Gesamtschulen in Berlin. Veranst./Info: Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM), Alte-Jakobstr. 12, 10969 Berlin-Kreuzberg, Tel.: 030 / 90172-111, Fax: 030 / 90172-269, e-mail: Verwaltung@bil.Verwalt-Berlin.de , web: www.bil.be.schule.de
25. und 26. Mai 2001: Interkulturelle Pädagogik, Entwicklungsbezogene Bildung, Globales Lernen. Seminar für Lehrerinnen und Lehrer und interessierte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Gerschendorf-Salem. Veranst./Info: Theologisch-Pädagogisches Institut in der Pommerschen Ev. Kirche (TPI), Greifswald, Rainer Laudan, Karl-Marx-Platz 15, 17489 Greifswald, Tel.: 03834 / 89 63 15, Fax: 03834 / 89 63 18
28. Mai 2001: (Selbst-) Evaluierung in der entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit. Eine Fortbildungsveranstaltung in Berlin für alle Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Ostdeutschland und Berlin. Veranst./Info: Comenius-Institut, Fachstelle für entwicklungsbezogene Pädagogik, Frau Dr. Gisela Führing, Goethestr. 26-30, 10625 Berlin, Tel.: 030 / 319 12 85, Fax: 030 / 319 13 00, e-mail: ci-fep@t-online.de
Juni
5. - 6. Juni 2001: Gegen Fremdenfeindlichkeit - Bausteine Interkultureller Erziehung. Veranstaltung in Bad Segeberg für LehrerInnen in Schleswig-Holstein. Veranst./Info: Landesinstitut Schleswig-Holstein für Praxis und Theorie der Schule (IPTS), Schreberweg 5, 24119 Kronshagen, Tel.: 0431 / 5403-0, Fax: 0431 / 5403-200, e-mail: ipts@ipts.de , web: www.ipts.de
5. - 9. Juni 2001: Interkulturelles Lernen am Beispiel Afrika. Tagung in St. Andreasberg. Veranst./Info: Internationaler Arbeitskreis Sonnenberg, Bankplatz 8, 38100 Braunschweig, Tel.: 0531 / 243640, Fax: 0531 / 2436450, e-mail: sonnenberg@tu-clausthal.de , web: www.tu-clausthal.de/v/ihs
6. - 8. Juni 2001: "Du hast gut reden". Rhetorik für Weltladenmitarbeitende. Seminar in Ammersbek. Veranst./Info: Nordelbische Ev.-Luth. Kirche, Kirchlicher Entwicklungsdienst (KED), Haus am Schüberg, Wulfsdorfer Weg 33, 22949 Ammersbek (bei Hamburg), Tel.: 040 / 6052603, Fax: 040 / 6052538, e-mail: ked.nek@eine-welt-info.de, web: www.eine-welt-info.de
7. Juni 2001: Agenda 21 – Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung / Welthandel – gerechter Handel / Bewusstsein und Verhalten. Eine Veranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer für die Fächer Arbeitslehre, Politische Bildung und Erdkunde der Sek. I in Brandenburg. Veranst./Info: Pädagogisches Landesinstitut Brandenburg, 14974 Ludwigsfelde-Struveshof, Tel.: 03378 / 82 11 26, Fax: 03378 / 82 11 99
11. Juni 2001: Entwicklungsländer, Entwicklungspolitik, Entwicklungshilfe. Aktuelle Informationen, neue Ansätze. Seminar für Berliner Lehrkräfte der Sek. I und II in Berlin. Veranst./Info: EPIZ Berlin, Ann-Katrin, Bruch, Gneisenaustr. 67 (1. Hof), 10961 Berlin, Tel.: 030 / 692 64 18, Fax: 030 / 692 64 19, e-mail: EPIZ-Berlin@t-online.de
17. - 22. Juni 2001: Mediation im interkulturellen Kontext. Tagung in St. Andreasberg. Veranst./Info: Internationaler Arbeitskreis Sonnenberg, Bankplatz 8, 38100 Braunschweig, Tel.: 0531 / 243640, Fax: 0531 / 2436450, e-mail: sonnenberg@tu-clausthal.de, web: www.tu-clausthal.de
22. - 24. Juni 2001: Wahrnehmung afrikanischer Transformationsvorgänge. Tagung in Loccum. Veranst./Info: Evangelische Akademie Loccum, Geschäftsstelle, Postfach 2158, 31545 Rehburg-Loccum, Tel.: 05766 / 81-0, e-mail: eal@evlka.de, web: www.loccum.de
26. Juni 2001: 2. Sächsischer Umweltbildungstag. Eine Konferenz in Dresden für Umweltbildner, Lehrer, Schüler und Interessierte. Veranst./Info: Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt, Neustädter Markt 19, Blockhaus, 01097 Dresden, Tel.: 0351 / 5646956, Fax: 0351 / 5642289, e-mail: Poststelle@lanu.smul.sachsen.de
27. Juni 2001: Ein Koffer voller Kinderrechte. Ein Workshop für Lehrkräfte und ErzieherInnen in München. Veranst./Info: Landeshauptstadt München, Schul- und Kultusreferat, Pädagogisches Institut Fortbildung, Weiterbildung und Entwicklung der Bildungseinrichtungen, Herrnstr. 19, 80539 München, Tel.: 089 / 233-27965, Fax: 089 / 233-28749
29. Juni - 1. Juli 2001: Theater und andere kreative Methoden in der Eine-Welt-Arbeit. Veranstaltung in Würzburg. Veranst./Info: Kirchlicher Entwicklungsdienst (KED) in Bayern, Pirckheimerstr. 33, 90408 Nürnberg, Tel.: 0911 / 9354351, Fax: 0911 / 9354359, e-mail: ked-bayern@odn.de , web: www.ked-bayern.apc.de