Grenzenlose Vielfalt: Globales Lernen in der beruflichen Bildung

Die Themen des Globalen Lernens sind vielfältig und bunt. Ebenso vielfältig sind die Erfahrungen von Studierenden aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Und wie passt das alles zur beruflichen Bildung in Deutschland? Überzeugen Sie sich selbst von dem spannenden Themenangebot.

Die Lehrkooperationen werden auf Deutsch angeboten. In der Suchfunktion "Reihe" , können Sie auch filtern, in welcher Fremdsprache das Thema zusätzlich aneboten wird. Themen können Sie unter der Suchfunktion "Rubrik"  eingrenzen. Prinzipiell gilt jedoch, dass die Themen fachübergreifend einsetzbar sind und wir Themen auch gerne speziell für Ihren Unterricht zuschneiden!

Für Anfragen zu Lehrkooperationen mailen Sie gerne an: grenzenlos@wusgermany.de. Bitte teilen Sie uns folgende Informationen mit:

  • gewünschtes Thema,  
  • Termine (Datum und Uhrzeit). Wir bieten Lehrkooperationen ab 90 Minuten an,
  • Altersgruppe u. Klassengröße (wenn die Gruppe voraussichtlich unter 15 Personen liegt, danken wir für eine Begründung),
  • Unterrichtsfach, bzw. Lernfeld,
  • Schule und Adresse.

"Oh ist der süüüß", rufen alle, als sie das Bild des kleinen Wüstenfuchs Fennek sehen. Doch er wird gejagd in den Wüstenregionen Algeriens, erklären die Studierenden aus Iran und Algerien in ihrer Lehrkooperation dar. Am Beispiel des Fennek erläutern sie, welche Bedrohung von modischen/touristischen Trends ausgehen, für Mensch und Tier. Wie können wir uns bewusster für bedrohte Tierarten stark machen und welche Probleme liegen direkt vor unserer Haustür?

Zielgruppen: Tierwirte, tiermedizinische Fachangestellte, Modebranche.

Methoden: Quiz, Gruppenpuzzle, Impuls-Vorträge, Diskussionsrunden, Videofilm.

 

 

 

"Das bekannteste Rezept des Restaurants der Globalisierung bietet heute: Mineraliensuppe!", so stellen die Studierenden aus Nigeria, Azerbaidschan und Kolumbien ihre Lehrkooperation vor. Am Beispiel ihrer eigenen Länder erklären sie, welche Probleme mit dem Ressourcenabbau von Mineralien, die für unsere Wirtschaft wichtig sind einhergehen. Menschensrechte werden durch die schlechten Arbeitsbedingungen verletzt, Umweltprobleme entstehen und es bestehen gesundheitliche Risiken.

Zielgruppen: Chemielaboranten, Umweltschutztechniker u.v.m.

Methoden: Quiz, Gruppenpuzzle, Planspiele, Impuls-Vorträge, Diskussionsrunden u. Video-Beiträge

 

In dieser Lehrkooperation thematisiert die venezuelanische Studentin des International Forest Ecosystem Management und regt faire und nachhaltige Abbaumethoden im Globalen Süden sowie ökologische Holzverarbeitung im Globalen Norden an. Woran erkenne ich faires und nachhaltiges Holz in der Verarbeitung und muss das neue Möbel denn immer günstig vom Möbeldiscounter kommen? Die unterschiedlichen Nachhaltigkeitssiegel werden vorgestellt und Ideen entwickelt, wie man in der Holzbranche nachhaltig arbeiten kann.

Zielgruppen: Auszubildende der holzverarbeitenden Berufe, Garten, Landwirtschaft & Natur, Umweltschutztechniker u.v.m.

Methoden: Quiz, Gruppenpuzzle, Planspiele, Impuls-Vorträge, Diskussionsrunden

Die beiden Grenzenlos-Referent/-innen aus Marokko (Geographiestudent) und aus Syrien (Architekturstudentin) widmen sich den Themen Urbanisierung und dem nachhaltigen Städtebau. Am Beispiel der architektonisch stark zerstörten urbanen Regionen Syriens behandeln sie die drei großen Bereiche: Hochbau, Tiefbau und Ausbau.

Zielgruppen: Auszubildende im Einzelhandel, Bau-, und Immobilienbranche.

Methoden: Impuls-Vortrag, Arbeitsgruppen, Medien: Kartenmaterial,Video/Bilder

Am Beispiel des traditionellen Weinanbaus in ihrem Herkunftsland Georgien entwickeln unsere Grenzenlos-Referentinnen interessante Themen des Globalen Lernens. Sie vergleichen traditionelle Weinanbaumethoden mit modernen industriellen; thematisieren die Verwendung von genmanipulierten Weinreben und werfen die Frage nach den Wirtschaftsbeziehungen im Weinhandel auf.

Zielgruppen: Auszubildende im Bereich Freizeit u. Tourismus, Hotel und Gastronomie, Landwirtschaft.

Methoden: Impuls-Vortrag, Gruppen-Puzzle, Quiz und Video/Bilder.

Stereotypisierende Bilder Afrikas kursieren in unseren Medien, in denen Afrika vornehmlich mit Krieg, Armut, Katastrophen und hungernden Kindern, alternativ auch mit der Tiervielfalt in Verbindung gebracht wird. Die drei Grenzenlos-Referent/-innen kommen aus Kenia und dem Benin und studieren in Hessen Friedens- und Konfliktforschung und im Saarland Romanistik und interkulturelle Kommunikation. Sie entlarven diese voruteilsbehafteten Bilder in Medien und Öffentlichkeit und stellen ihnen ein aktuelles und differenziertes Afrika-Bild gegenüber.

Der Workshop kann auch im Fremdsprachenunterricht, Englisch und Französisch, angeboten werden.

Zielgruppen: Auszubildende im Bereich Freizeit u. Tourismus, Hotel und Gastronomie, Kulturbereich, Büro und Verwaltung sowie soziale Berufe

Methoden: Impuls-Vortrag, Arbeitsgruppen, Quiz und Video/Bilder, Planspiel

Schülerinnen und Schüler sind schon heute und in ihrer Zukunft umso mehr von Globalisierungsprozessen betroffen und arbeiten in globalisierten Unternehmen.
Das Thema „Globalisierung“ ist für sie und für ihr Verständnis von Unternehmen im Kontext von Nachhaltigkeit von großer Relevanz. Daher fokussieren die Studierenden aus Ghana und Vietnam die unterschiedlichen Facetten von „Globalisierung“ in internationalen Großunternehmen.

Der Workshop kann auch im Fremdsprachenunterricht, Fach Englisch, angeboten werden.

Zielgruppen: Auszubildende im Finanz, Controlling und Recht sowie in Büro und Verwaltung

Methoden: Impuls-Vortrag, Arbeitsgruppen, Scrum-Methode u. Konzept von "Agility"

Welche Materialien verwenden wir in unseren kleinen alltäglichen Helfern wie Tablet und Co? Woher kommen die seltenen Erden und unter welchen Bedingungen werden sie abgebaut? Die kamerunischen und marokkanischen Grenzenlos-Referenten studieren Informationstechnik. Sie knüpfen sich das Thema Ressourcen nicht nur aus einer technischen Perspektive vor. Sie legen ihren Schwerpunkt auf die Frage: wie kann es sein, dass viele afrikanische Länder einen solchen Reichtum an Bodenschätzen vorweisen können, die Menschen in diesen Ländern jedoch weiterhin von bitterer Armut betroffen sind. Und schlimmer noch: in vielen Ländern herrschen Krieg oder kriegsähnliche Zustände. Welcher Zusammenhang besteht zwischen Bodenschätzen und diesen Kriegen um Ressourcen? Ein Workshop der es an Brisanz in sich hat!

Der Workshop kann auch im Fremdsprachenunterricht Französisch und Englisch angeboten werden.

Zielgruppen: Auszubildende im Bereich IT und EDV, Mechatronik, Metall, Elektronik.

Methoden: Impuls-Vortrag, Arbeitsgruppen, Quiz und Video/Bilder

Die zwei Grenzenlos-Referenten aus Benin und Zimbabwe studieren Master of Evaluation im Saarland und Pharmazie in Baden-Württemberg und sie verbindet ein Thema: Baumwolle, der Rohstoff für unsere tägliche Kleidung. Mit ihrem Workshop zeigen sie einerseits die Produktionsbedingungen in den Herkunftsländern auf (Saarland) und weisen auf die Konsumprobleme hin (Baden-Württemberg).

Der Workshop kann auch im Fremdsprachenunterricht Französisch und Englisch angeboten werden.

Zielgruppen: Auszubildende im Textil- und Bekleidungsbereich, Landwirtschaft

Methoden: Impuls-Vortrag, Arbeitsgruppen, Quiz und Video/Bilder

Bei "Essen im Fokus" handelt es sich um einen sehr vielfältig einsetzbaren Workshop mit unterschiedlichen Schwerpunkten z.B. auf

  • Obstanbau,
  • Gummi-Arabicum,
  • Milch.

Die Referent/-innen setzen mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDG) SDG 2 ("Ernährungssicherung") sowie SDG 12 ("Nachhaltiger Konsum und Produktionsweisen") auseinander. Der Workshop thematisiert Produktionsweisen sowie Wirtschafts- und Handelsbeziehungen in Bezug auf
Nahrungsmittelproduktion mit vielfältigen Schwerpunkten die einzeln angefragt und unter >>mehr nachgelesen werden können.

Zielgruppen: kaufmännische Berufe im Einzel, Groß- und Außenhandel, Berufe in der Gastronomie, Garten- und Landwirtschaftsausbildung, Fachkraft für Lebensmitteltechnik oder Brauer und Mälzer u.v.m.

Methoden: Quiz, Planspiel, Gruppenarbeit, gemeinsames Einkaufen und Kochen, Impuls-Vorträge, Diskussionsrunden

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